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Die "Autos des Monats"

Mehr über Rolls-Royce in diesen Büchern:

 

Auto des Monats - April 2005
Rolls-Royce Silver Cloud I, 1957, #SFE395
Standard Steel Sports Saloon


Rolls-Royce Silver Cloud I

Der Rolls-Royce Silver Cloud gilt als eines der markanten Modelle der Marke. Dem Design-Team im Werk in Crewe, dem John Polwhele Blatchley vorstand, gelang ein Wurf, dem heute von vielen der Status einer Design-Ikone zuerkannt wird. In dieses Jahr 2005 fällt der 50 Jahrestag der Vorstellung des Rolls-Royce Silver Cloud und des Schwestermodells Bentley S.

Dabei wissen nur wenige, dass die Markteinführung des Silver Cloud in 1955 um Haaresbreite gescheitert wäre. Denn am 16. Juli 1953 zerstörte ein Feuer einen Teil der der Fabrik in Crewe – ausgerechnet das Experimental Department. Nur weil die Werksfeuerwehr innerhalb kurzer Zeit von Einheiten aus Crewe und Nantwich sowie etlichen weiteren Orten unterstützt wurde, konnte man der Flammen Herr werden. Die Belegschaft rettete derweil die Prototypen und schaffte die fertiggestellten, nur noch auf Endabnahme wartenden, Automobile in Sicherheit ebenso wie die erst zum Teil komplettierten Fahrgestelle aus der angrenzenden Halle mit der Fertigungslinie. Bei den Prototypen handelte es sich damals natürlich um die Testwagen der zukünftigen Serie Rolls-Royce Silver Cloud bzw. Bentley S. Wären diese dem Feuer zum Opfer gefallen, hätte sich zwangsläufig eine enorme Verzögerung ergeben. Kaum anzunehmen, dass dann noch der Zeitplan für die Vorstellung der Nachfolger für Rolls-Royce Silver Dawn und Bentley R hätte eingehalten werden können.


 

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Der Rolls-Royce Silver Cloud war von Beginn an ein großer Erfolg für den Hersteller und das hier gezeigte Exemplar #SFE395 zeigt all die Stärken, die damals beeindruckten. Der Wagen wurde 1957 ausgeliefert an Kenneth de Courcy, Mitglied einer normannisch-stämmigen Adelsfamilie. Zwar war damals eine Servolenkung bereits Serienstandard – aber #SFE395 kam ohne solche zur Auslieferung, weil der Kunde sie abgelehnt hatte. Nach kurzer Zeit schickte er seinen Wagen noch einmal zurück ins Werk zwecks Einbau elektrischer Fensterheber; diese Veränderung ging einher mit dem Austausch der Türverkleidungen vorne und hinten, denn die Schalter der elektrischen Fensterheber waren völlig anders positioniert als die Kurbeln für die manuelle Betätigung der Fenster. Später fand das Auto einen neuen Besitzer in Schottland. Ansonsten sind keine Einzelheiten über das Schicksal dieses Automobils bekannt, außer dass es 1989 nach Deutschland gekommen ist und dann für viele Jahre unberührt in einer Garage weggesperrt war.

Rolls-Royce Silver Cloud I

Als der Wagen nach fast 15 Jahren Dornröschenschlaf im letzten Jahr wieder fahrbereit gemacht wurde, mußten eine Vielzahl von kleineren Arbeiten und auch etliche aufwendige Instandsetzungen durchgeführt werden. Im Ergebnis stand dann ein überzeugend feines Automobil bereit, exakt pünktlich, um an einigen der Jubiläumstreffen zur Feier des 50. Geburtstages dieses Modells teilzunehmen.

Rolls-Royce Silver Cloud I



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