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Die "Autos
des Monats"

Mehr zu Bentley in diesen Büchern:

Bentley Mark VI

The Crewe Years

Bentley on the Road

 

 

Auto des Monats - April 2013
Bentley Mark VI, 1949,#B149EW


Alte Autos sollen Freude und Vergnügen bereiten. Es ist allein des Besitzers Entscheidung, wie er sein Auto sehen möchte, an dem er Spaß haben will. Deshalb liegt sowohl die Farbwahl wie die Separation der Farben z.B. bei 2-Farb-Lackierung im Ermessen des Eigentümers. Soweit der erste Gedanke. 

Aber die "Originalität" eines alten Autos spielt ebenfalls eine Rolle. So sollte beachtet werden, wie denn die Autos lackiert waren, als sie vor Jahrzehnten "neu ab Fabrik" angeboten oder ausgeliefert wurden. Denn beim Hersteller waren sorgfältige Überlegungen angestellt worden bezüglich Separation bei 2-Farben-Lackierung. Beim Bentley Mark VI Standard Steel Sports Saloon gab es die Seitenteile farblich abgesetzt – und dann waren stets die Einstiegkästen unterhalb der Türen in der Farbe des Seitenteile lackiert. Denn die "Separationslinie" liegt NICHT unterhalb der Türen - schon weil dann auf Höhe der A-Säule keine "Separation" durch das Karosserie-Design gegeben ist, sondern in freier Linie die Farbe getrennt wird.

Die Fotos von #B149 EW verdeutlichen, was gemeint ist:

Bentley Mark VI
Bentley Mark VI, #B149EW. Die frühe Version der Werkskarosserie war noch ohne Belüftungsklappen im unteren Bereich des A-Pfostens.

Die Farb-Separation ist korrekt, denn die graue Farbe ist auf der Motorhaube und auf den Seitenteilen und auf den Einstiegkästen. Somit entspricht die Farb-Separation derjenigen, wie sie auch auf Werksfotos vom Bentley Mark VI zu finden ist; siehe z.B. "R-R & Bentley, The Crewe Years" von Bennett, Seite 137 oben.

Bentley Mark VI

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Im direkten Vergleich zeigt sich die Farb-Separation beim Bentley Mark VI, #B432EY, abweichend von derjenigen, wie sie ab Werk vorgesehen gewesen ist. Denn die Motorhaube zeigt im oberen Teil keine rote Farbe - aber die seitlichen Sicken laufen beim Mark VI nicht durch bis nach vorne zum Kühlergrill (das ist nur beim R-R Silver Dawn so!) und deshalb sind die Sicken beim Mark VI keine Separations-Linie. Außerdem gibt es keine vom Karosserie-Design vorgegebene Separations-Linie auf Höhe des A-Pfostens. Das bedingt unterhalb der Lüftungsklappe lediglich eine "frei gezogene" Farb-Separation.

Bentley Mark VI
Bentley Mark VI, #B432EY. Die spätere Version der Werkskarosserie wies Belüftungsklappen im unteren Bereich des A-Pfostens auf.

Mit Bezug auf Farb-Separation entsprechend der "originalen Ausführung" sieht man heute, z.B. bei Treffen, viel mehr "falsch lackierte" Bentley Mark VI als solche, die der originalen Ausführung entsprechen. Die Entscheidung, wie ein Auto in 2 Farben aussehen soll, muß indessen jeweils der- oder diejenige treffen, in dessen bzw. deren Obhut sich der betreffende Wagen befindet.

Bei der Farbwahl besteht heute wie damals weitgehend Entscheidungsfreiheit. Im Buch "Bentley Mark VI" aus der Serie „Complete Classics“ ist zu den meisten Standard Steel Bodies auch die Farbe angegeben. Da sind neben den Standard-Farben sehr oft die Hinweise auf z.B. "Special Grey" oder "Special Yellow", etc.; ebenso wie bei 2-Farb-Lackierung "Special dual grey" oder "Dual grey non-metallic" oder "Bergers black/special" , etc.. Falls ein Farbton als "Special" gelistet ist, handelte es sich nicht um keine Standardfarbe, sondern eine Farbe nach Wunsch des Kunden.

Die Lackqualität ('Nitrolack') der damaligen Zeit darf gegenwärtig nicht mehr verarbeitet werden, um gesundheitsschädliche Einflüsse (Lösungsmittel) zu vermeiden. Deshalb muß eine zulässige Lackqualität gewählt werden. Und die Frage ist zu klären, welche Farb-Kombination als die Wahl in Frage kommt, die in der Folge über Jahre als attraktiv gefallen soll. Damit steht die Suche unter Farben aus dem gesamten Spektrum offen. Auch wenn sich jemand auf Metallic-Farben festlegen will, kann man damit nichts falsch machen. Denn Metallic gab es unmittelbar vor dem II. Weltkrieg bereits in den USA und nach dem Krieg fand sie schnell Verbreitung auch in Europa, gerade bei den Luxusmarken Rolls-Royce und Bentley.



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