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Auto des Monats - April 2019
Rolls-Royce Phantom I, 1928, #89AL
Limousine von F. Seegers & Sohn (Leipzig-Schleußig)


Rolls-Royce Phantom I
Rolls-Royce Phantom I, #89AL, Limousine von Seegers & Sohn, Leipzig. Auf der Berliner Automobil-Ausstellung 1928 das teuerste Ausstellungsstück mit einem Preis von 70.000 RM

Die Unterlagen von Rolls-Royce weisen für das Jahr 1928 als einen der zum Netz der authorisierten Händler des Herstellers gehörenden Betrieb aus:
Leipzig und Sachsen: M.O. Richard Müller Automobile, Dittrich Ring 13, Leipzig

Als Erstbesitzer für den Rolls-Royce Phantom I, Baujahr 1928, Chassis-Nummer #89AL, ist ein "Paul Muller" notiert. Angesichts der bekannten Problematik, dass den Vettern auf der Insel bei Umlauten, des Öfteren Fehler unterlaufen sind, ist es nicht abwegig, als Kunden einen Paul Müller (nicht: Muller) anzunehmen. Zu Paul Müller wiederum findet sich die Notiz, er sei der wohlhabende Bruder und Finanzier des Autobetriebs von Richard Müller gewesen. Es mag also eine "Familien-Angelegenheit" gewesen sein, als dieser Rolls-Royce Phantom I von dem in Leipzig ansässigen Karosseriebau-Betrieb F. Seegers & Sohn in Form einer Limousine eingekleidet worden ist. In Verbindung mit der Tatsache, dass der Wagen 1928 in Berlin ausgestellt wurde – just zur Zeit, als Müller Vertragshändler für Leipzig und Sachsen war – legt die Vermutung nahe, er diente eventuell als ein Ausstellungs- bzw. Vorführfahrzeug des Leipziger Händlers?

Der Ausstellungswagen machte soviel Furore, dass sogar ein Foto von der Ausstellung in Berlin den Weg in das Bundesarchiv der Bundesrepublik Deutschland in Koblenz fand. (Das ist eine deutsche Behörde. Um einen Abzug des Bildes zu erlangen sind bürokratische Hemmnisse ebenso wie überteuerte Kostenforderungen zu meistern).

Eventuell war es von der Zeitplanung her nicht ganz glücklich, im Jahr 1928 mit enormem Aufwand einen Rolls-Royce Phantom I in Deutschland vorzustellen– denn schon im folgenden Jahr wurde in England als Nachfolgemodell der Rolls-Royce Phantom II vorgestellt. Im Katalog zum neuen Phantom II war die Firma  Müller, Leipzig, jedenfalls nicht mehr als Vertragshändler aufgeführt. Recherchen hinsichtlich Verbleib des Rolls-Royce Phantom I, # 89AL, sind bisher ohne Ergebnis geblieben.

Seegers
Karosseriewerke F. Seegers & Sohn, Werksanlagen in Leipzigs Stadtteil Schleußig.
Das rückwärtige Gebäude verfügte über  einen Fahrstuhl für die Fahrzeuge. Die wurden zwischen der Stellmacherei, der Klempnerei, der Lackiererei und der Sattlerei hin und her transportiert. erst

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Zum Leipziger Autohändler M.O. Müller haben sich keinerlei weitere Hinweise finden lassen. Auch die Angaben zu Seegers & Sohn sind spärlich. Es gibt bis dato keine ausführliche "Firmen-Historie". Nach dem II. Weltkrieg wurde das Werk in der sowjetischen Besatzungszone enteignet und dann als VEB ("Volkseigener Betrieb") eine Karosserie-Instandsetzung eingerichtet.

Rolls-Royce Phantom I
Rolls-Royce Phantom I, #89AL, Limousine von Seegers & Sohn, Leipzig


 

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