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Auto des Monats - Februar 2001
Rolls-Royce Phantom II Continental, 1933, #158PY
Touring Saloon von Park Ward


Rolls-Royce Phantom II Continental

Im Jahr 1929, ein Jahr nach Einführung des Rolls-Royce Phantom II, wurde mit dem Rolls-Royce Phantom II Continental eine Ausführung als Grand Tourisme verwirklicht, vornehmlich um höchste Ansprüche selbstfahrender Eigner zu erfüllen. In diesen letzten der großen Sechszylinder-Wagen, die F. Henry Royce entwarf, flossen alle Kenntnisse und Fähigkeiten des überragenden Konstrukteurs ein. Das Fahrgestell mit einem um 15 cm verkürzten Radstand ergab kompaktere Gesamtabmessungen und damit verbunden Gewichtsvorteile. Daraus resultierten bessere Beschleunigungswerte und höhere Endgeschwindigkeit. Die Federung wurde auf die teils schnellen, weil geraden, Straßen des Kontinents abgestimmt mittels Einsatz von 5 dicken Blattfedern pro Paket (statt der üblicherweise verwendeten Pakete mit 10 dünneren Federblättern). Viele Experten betrachten den Rolls-Royce Phantom II Continental als einen der Höhepunkte im Automobil-Design der Periode vor dem II. Weltkrieg.

Die mit den Buchstaben PY charakterisierte Chassis-Serie belief sich auf insgesamt 100 Fahrgestelle, davon gehört #158PY zu den nur 39 gemäß Continental-Spezifikation gebauten. Dem Karosseriebauer Park Ward wurde die Aufgabe übertragen, den Aufbau als Continental Touring Saloon (mit Separation zwischen vorderen Sitzen und rückwärtigem Abteil) zu schaffen. Die Karosserielinien gelangen perfekt ausgewogen, besondere Erwähnung verdienen die Kühlschlitze in der Motorhaube, deren Winkel exakt den der Türausschnitte aufnimmt.

Rolls-Royce Phantom II Continental Fascia

Bei den der Chassis-Serie „PY“ vorangehenden Serien stammten die Anzeigen im Armaturenbrett von verschiedenen Lieferanten, nunmehr aber wurden die Instrumente (mit Ausnahme des Amperemeters) nur noch von S. Smiths & Sons bezogen, wo sie strikt gemäß von Rolls-Royce vorgegebenen Spezifikationen gefertigt wurden.


Rolls-Royce Phantom II Continental

 

Seitenanfang Nach einem Abschlusstest des von Park Ward gebauten Continental Touring Saloons erteilte Rolls-Royce die übliche dreijährige Garantie und das Automobil wurde ausgeliefert an C.H. Downing im englischen Clayton. In Raymond Gentile's seit lange vergriffenem Buch “The Rolls-Royce Phantom II Continental” findet sich ein Schwarz-Weiß-Foto dieses Wagens auf Seite 211. In Roßfeldts „Rolls-Royce und Bentley Automobile, Vom Anfang des Jahrhunderts bis ins Neue Jahrtausend“ ist er auf den Seiten 50/51 in Farbe abgebildet. Vor kurzem übermittelte Derek Harris, Registrar des „Derby Phantom Register“ des Rolls-Royce Enthusiasts' Club als Ergebnis neuester Forschung eine Produktionziffer von insgesamt 1.680 Rolls-Royce Phantom II (1.555 mit Rechtlenkung, 125 mit Linkslenkung). Nur 278 davon entstanden als Continental.

Über den Zeitraum der letzten zehn Jahre befand sich dieser Rolls-Royce Phantom II Continental in der Obhut eines österreichischen Ingenieurs, der den Wagen in Deutschland zugelassen hatte mit einem Kennzeichen, das die Chassis-Nummer wiedergab. Der Wagen wurde für etliche Langstreckentouren eingesetzt, darunter 1995 eine zum Nordkap, die in der Überschrift „Bilturister med klasse“ einer norwegischen Zeitung Widerhall fand. 

Eine Abbildung dieses Autos, das lange Zeit in Südafrika verbracht hatte, findet sich im neuen Buch "The Rolls-Royce Phantom II & Phantom III" aus der Serie Complete Classics. Das Buch ist im Februar 2001 erschienen und überaus empfehlenswert mit einer Fülle an Details und bisher unveröffentlichten Fotos - zudem ist es nicht teuer.


Rolls-Royce Phantom II Continental
 

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