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Auto des Monats - Februar 2015
Rolls-Royce Phantom I, 1929, #S377LR
‚Regent’ Convertible Coupé von Brewster, New York


Rolls-Royce Phantom I

Großer Beliebtheit in Sammlerkreisen erfreuen sich die nach dem Produktionsort in Massachusetts als 'Springfield' Phantom I bezeichneten offenen Zweisitzer-Ausführungen. Die werden gemeinhin als "Playboy Roadster" bezeichnet. Aber da wäre eine differenziertere Darstellung mit korrekten Modell-Bezeichnungen angebracht.

Rolls-Royce Phantom I

Denn für die Ausführung "Playboy Convertible Coupé" gilt: Dabei handelt es sich um als Ersatz für originale Karosserien gefertigte Aufbauten. Wenn Rolls-Royce of America zu der Entscheidung fand, zu viele schwer oder gar nicht verkäufliche Gebrauchtwagen mit formalen Karosserien (z.B. Limousinen) im Bestand zu haben, dann gab es eine Lösung: Beim hauseigenen Karosserbauer Brewster (den RR aufgekauft hatte) wurden "relatively inexpensive bodies without some of the niceties like a door for the rumble seat" aufgebaut. Die Kombination aus einer solchen deutlich sportlicheren Ausprägung und einem reduziertem Preis brachte mit schnellerem Verkauf den gewünschten Erfolg. Selbstverständlich waren hinsichtlich Qualität des Basis-Produkts keine Abwertungen erlaubt. Folglich ist die hohe Wertschätzung für "Playboy Roadster" durchaus berechtigt, denn alle technischen Komponenten waren so perfekt, wie es Kernkompetenz der Marke war; lediglich bezüglich der Karosserie war ein Kompromiss akzeptiert.

Rolls-Royce Phantom I

Wer aber glaubt, dass zweisitzige Cabriolets mit Schwiegermuttersitz immer der Rubrik "Playboy Roadster" zuzuordnen seien, befindet sich in einem eklatanten Irrtum. Denn da gab es auch deutlich teurere Karosserie-Varianten wie "Stratford" oder "Regent Convertible Coupé". Die zählten zur Angebots-Palette der Original-Aufbauten, waren also nicht wie die Mehrzahl der "Playboy-Roadster" als Ersatz für eine andere Karosserie auf das Chassis gesetzt. Als das offenbar erste Auto wurde mit dem Kürzel "Regent" in den Produktionsbüchern von Rolls-Royce of America als "Regent Convertible Coupé" der Springfield Phantom I mit Chassis-Nummer #S377LR gelistet. Den hatte mit der Aufbau-Nummer 7131 der Karosseriebauer Brewster in New York geschaffen und als "Delivery Date" ist der 24. Dezember 1929 notiert, mithin Auslieferung pünktlich zum Weihnachtsfest. Das Automobil hat in fabelhaft gepflegtem Zustand die Jahrzehnte überdauert, was bereits  zum Ausdruck kam mit der Auszeichnung "Best of Show" in den 70ern beim renommierten Pebble Beach Concours d’Elegance – und über die letzten Jahre hat der Phantom I dann in der Obhut eines Enthusiasten in Deutschland eine Restaurierung erfahren, die ihn heute dastehen läßt "so gut wie am Tag der Erstauslieferung".

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 Rolls-Royce Phantom I

Aus dem „Positively Not For Publication“ ausgewiesenen Price-Bulletin von Rolls-Royce of America in den hier archivierten Unterlagen sind die folgenden Zahlen interessant:
Phantom Stripped Chassis 13.335 US$
Phantom  Stripped Chassis with fender equipment 13.865 US$
Regent 2 – 4 Passengers Sport Coupelet with rumble seat   17.885 US$

Es ist sicherlich eine Anmerkung wert, dass es sich beim "Regent" gemäß Auflistung von Rolls-Royce of America um eine der Versionen aus der Kategorie "Enclosed Drive – Owner Driven" handelte. Der "Piccadilly" als "Roadster with rumble seat in rear" gehörte dagegen nach Hersteller-Auffassung zur Kategorie „Open“ und war mit lediglich 14.955 US$ preislich deutlich niedriger angesetzt.

Rolls-Royce Phantom I


 

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