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Die "Autos
des Monats"

Mehr Bentleys in diesem Buch:

Auto des Monats - Januar 2001
Bentley 3 Liter, 1925, #1010
4 sitziger Open Tourer


Die Motordaten lesen sich nüchtern: Vierzylinder-Reihenmotor, Zündfolge 1, 3, 4, 2; Bohrung x Hub 80 x 149 mm, Hubraum 2.996 ccm; Verdichtung 4,3:1, Leistung ca. 70PS. Als Antrieb des Bentley 3 Liter, dem ersten Modell der neuen Marke Bentley, dagegen bewegte der Motor mehr als nur eine Fahrmaschine mit ausgeprägt sportlichen Fahreigenschaften - er bahnte dem Unternehmen über eine Vielzahl von Erfolgen in Renn- und Toureneinsätzen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Mit vier Ventilen pro Zylinder hatte der Firmengründer Walter Owen Bentley ein Konstruktionsmerkmal vorgegeben, das den Motor leistungsstärker machte als Konkurrenztriebwerke gleicher Hubraumklasse. Zum Hinterradantrieb übertragen wurde die Kraft über ein Vierganggetriebe, dem bald der Ruf anhaftete, selten geräuschlos, aber auf Dauer unkaputtbar zu funktionieren. Eingesetzt fanden sich die Antriebskomponenten in einen soliden Leiterrahmen. Der engste Mitarbeiter von W.O. Bentley war in den frühen Jahren F. T. Burgess, der vor dem I. Weltkrieg für die Marke Humber deren Tourist Trophy Rennwagen entwickelt hatte; einen davon hatte er in der Tourist Trophy auf der Isle of Man sogar selbst pilotiert. Vor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern, dass die Bentley 3 Liter in schneller Reihenfolge bei sportlichen Wettbewerben Siege erzielten und damit zum Bekanntheitsgrad der jungen Marke beitrugen. Nachdem erstmals ein Bentley 3 Liter bei den prestigeträchtigen "24 Stunden von Le Mans" triumphierte, wurde die Marke Bentley zum Nimbus im Vereinigten Königreich und im damals noch weltumspannenden Empire.


Klare Anlehnung an die Linien der Le-Mans Open Tourer zeigt in der Karosserieausführung der Bentley 3 Liter, Chassis-Nummer #1010. Original ausgeliefert wurde er allerdings als Weymann-Saloon von Freestone & Webb. Im Laufe eines bewegten Lebens wurde irgendwann eine 2-Sitzer Karosserie aufgesetzt, später verkam der Wagen zu einem Pick-Up. Die dunkle Ära endete mit einem sorgsamen Wiederaufbau als 4-sitziger Open Tourer auf modifiziertem Chassis. Zudem erfolgte ein Motor-Austausch; heute arbeitet statt Motor Nr. 1006 der mit der Nummer 162 unter der Haube (der stammt aus dem Chassis Nr. 168 - dem wiederum war der Motor Nr. 1235 implantiert worden). Mit den richtigen Nachschlagewerken, zum Beispiel den Büchern von Michael Hay, kann man zu jedem Bentley aus der Periode, als die Firma selbständig war, Details zur Fahrzeuggeschichte nachvollziehen.
 

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Photos: (c) Klaus-Peter Reichle


 

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