Startseite

Bücher
Ausführliche
Informationen

Modelle
Alle Modelle
seit 1904

Highlights
Coachbuilder,
Special Cars...

Album 1998
Album 1999

Album 2000
Album 2001
Album 2002
Die "Autos des Monats"

Das Fahrzeug finden Sie auch in diesem Buch:

Umfassende Informationen zum Rolls-Royce 20/25 H.P.:
Complete Classics: The Rolls-Royce 20/25 H.P.

Auto des Monats - Juli 2002
Rolls-Royce 20/25 H.P., 1934, #GRC56
Continental Touring Saloon von Park Ward


Rolls-Royce 20/25 H.P

Mehr als 50 Jahre seines Lebens verbrachte dieser Rolls-Royce in einer Art von „Dornröschenschlaf". Zwischen 1951 bis 2001 erfuhr er nur überaus selten Nutzung, blieb über Monate und Jahre sorgfältig garagiert. Für die Zeit unmittelbar nach der Auslieferung als Neuwagen darf größere Aktivität vermutet werden, denn als Besteller für #GRC56 wurde ein bekannter Name notiert im Auftragsbuch von Rolls-Royce. Der Name war bereits zuvor aufgetaucht als Erwerber des Rolls-Royce 20/25 H.P. mit der Chassis-Nummer #GEX50 - und später findet er sich erneut für #GHG20.

Rolls-Royce 20/25 H.P, Innenraum

Seitenanfang

 
Soweit die Geschichte dieses Wagens nachvollziehbar ist, war er bei Ausbruch des II. Weltkrieges „eingemottet" worden in der Remise eines Anwesen in England. 1951 wurde das Landgut mit dem gesamten Inventar erworben von jemandem, der in Industriebeteiligungen weltweit engagiert war und über eine Reihe von Wohnsitzen in verschiedenen Ländern der Erde verfügte. Das Auto blieb unberührt bis 1962, als bei den Behörden des Vereinigten Königreichs um eine Ausfuhrgenehmigung nachgesucht wurde. Zeitgleich erfolgte die Umrüstung des Wagens entsprechend Schweizer Sicherheitsbestimmungen. Dazu wurde unter anderem im Werk die Kühlerfigur federnd gelagert, was für einen Vorkriegswagen einmalig sein dürfte. Statt Zulassung in der Schweiz erhielt der Wagen indessen ein deutsches Kennzeichen und erfuhr alle 2 Jahre eine TÜV-Untersuchung. Die TÜV-Berichte notierten wiederholt in Abfolge den unveränderten Kilometerstand - Beweis dafür, dass der Wagen über den Zeitraum von Jahren überhaupt nicht gefahren worden war. Das änderte sich auch nicht einschneidend, nachdem der Wagen in den frühen 90er Jahren in neue Hände wechselte - in Frauenhände. Die jährliche Laufleistung beschränkte sich üblicherweise auf weniger als 100 Meilen. Die längste Strecke war in 1998 eine Fahrt über ca. 900 Kilometer nach Berlin zur Vorstellung des neuen Rolls-Royce Silver Seraph. Die Strecke absolvierte der 20/25 mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von deutlich mehr als 110 km/h - an Bord eines Autoreisezuges.. 

Für einen schnelleren Zug entschied sich ein Franzose, als er 2001 den „Thalys" wählte für die Fahrt von Paris nach Deutschland. Der Anlaß war, dass er Kenntnis bekommen hatte, die Besitzerin wolle sich von #GRC56 trennen, um einem Rolls-Royce Silver Dawn aus der frühen Nachkriegsperiode den Vorzug zu geben. Am folgenden Tag rollte der Wagen in gemächlichem Tempo westwärts Richtung französische Atlantikküste. Die völlig klaglos absolvierte Stecke von gut 900 Kilometern markierte das Ende des „Dornröschenschlafs". Mit einem Wunschkennzeichen versehen (in Frankreich nicht problemlos zu bekommen, aber beim einzigen Rolls-Royce, der im betreffenden Department zugelassen ist, überwog die gallische Begeisterungsfähigkeit) kommt das Auto jetzt regelmäßig zum Einsatz. Gewiß ist das das Beste für diesen Rolls-Royce, nicht zuletzt weil er in die Obhut eines anerkannten Experten gegeben worden ist.

  

Rolls-Royce 20/25 H.P


 

(©) Copyright 1997-2013 K.-J. Roßfeldt / Information on this site is for viewing and personal information only. Information and photos are protected by copyright. Any unauthorized use or reproduction of material from this site without written permission is strictly prohibited. Infringement of copyright will rise to both civil law remedies and criminal penalties.
Comments and support to: archives webmaster          Url: http://www.rrab.com