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Auto des Monats - März 2009
Bentley S1 Continental, 1957, #BC27CD


Bentley S1 Continental

Im Vergleich zum Ausstoß bei Massenherstellern war die Produktionsziffer für Rolls-Royce und Bentley geradezu mikroskopisch klein. Folglich verfügten nur wenige Werkstätten, nahezu ausnahmslos die von Vertragshändlern, über Zugriff auf vom Werk erstellte Unterlagen bezüglich Wartung und Instandhaltung. Lediglich ein geringe Anzahl von Mechanikern war speziell geschult und entsprechend vertraut mit den Eigenarten dieser Automobile. Die in den 50ern gebauten Modellserien zeigten eine sehr konservative Auslegung. Dennoch waren etliche der technischen Komponenten sehr aufwendig und durchaus kompliziert ohne dass man sie als „high tech“ im heutigen Sinn bezeichnen würde.

Als die Automobile noch relativ neu waren, durfte man erwarten, dass sie mit Service-Arbeiten auf höchstem Niveau gepflegt wurden; das sollte heute bei Automobilen mit einem Alter von mehr als 50 Jahren erst recht der Fall sein. Es herrscht keine verzweifelte Situation, weil es eine ganze Anzahl von Werkstätten gibt, die sich über die Jahre mit einwandfreier Arbeit einen ausgezeichneten Ruf erworben haben (wenngleich die Warnung notwendig ist, dass es auch etliche gibt mit miserablem Standard und/oder überzogenen Preisen!). Die Mitgliedschaft in einem der Clubs, die sich diesen Marken widmen, kann den Vorteil bieten, dass man Zugang zu Hinweisen und zu technischen Informationen bekommt. Schließllich und endlich liegt ein enormer Vorteil darin, dass vom Unternehmen für sämtliche Nachkriegs-Baureihen und für etliche Modellserien aus der Periode vor dem II. Weltkrieg sehr umfassende Technical Service Documents erstellt worden sind. Zu den wertvollsten darunter zählen die Werkstat-Handbücher und die Teile-Listen bzw. Ersatzteil-Kataloged.

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Bentley S1 Continental

Bezüglich Rolls-Royce Silver Cloud I und Bentley S1 sind einige Erläuterungen angebracht in Hinsicht auf T.S.D. (Technical Service Documents):
Rolls-Royce startete die neue Modellserie Silver Cloud I und S1 ohne (!) Werkstatt-Handbuch – zunächst wurde lediglich eine Zusammenstellung von Spezifikationen und Einstelldaten an die Vertragshändler gesandt. Das war problemlos, weil Antrieb und Fahrwerk in ihrer Entwicklung weitgehend auf den Vorgängermodellen basierten; insoweit gab es für Mechaniker bezüglich Design und Funktion keine Überraschungen.
Rolls-Royce sorgte für eine „Teile-Liste/Parts List“ mit fabelhaft gut ausgeführten „Explosions-Zeichnungen“, die bis ins Detail zeigten, wie Komponenten zusammengesetzt waren. Das bietet bei Arbeiten am Auto eine unschätzbare Hilfe, denn „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“! Indessen muß die Einschränkung erfolgen, dass die frühe Ausgabe der Teile-Liste/Parts List auch nur zeigt, was bei den frühen Modellen Standard gewesen ist (z.B. nur ein Hydraulik-Bremskreis – wogegen spätere Modelle zwei Bremskreise aufweisen, etc.). Deshalb muß es nicht die cleverste Entscheidung sein, eine frühe Ausgabe der Teile-Liste zu erwerben; die Teile-Liste in späterer Ausgabe (1959, als das Modell vom Nachfolger ersetzt wurde) ist kompletter, weil sie im Detail alle Teile listet, die bei den Modellen Rolls-Royce Silver Cloud I und Bentley S1 verbaut worden sind.

Ein Sammler, der diverse Modelle dieser Automobile sein eigen nennt, mag sogar die spätere Teile-Liste/Parts List aus 1961 bevorzugen. Denn die deckt die späteren Modelle Silver Cloud II, S2 und Phantom V ab, die von einem V8-Motor angetrieben wurden. Um diese Zeit (Ende der 50er/Anfang der 60er) hatte das Unternehmen auch ein sehr umfassendes Werkstatt-Handbuch verfügbar gemacht – und das enthält präzise Angaben sowohl zu Arbeiten an Silver Cloud I/S1 mit 6-Zylinder Reihenmotor ebenso wie für die Serie Silver CloudII/S2/Phantom V mit V8-Motor.

Es stellt sich die Frage, was diese Ausführungen mit dem Bentley S1 Continental zu tun haben, der als „Auto des Monats“ erscheint? Nun, gerade eben wurde hier eine Anfrage zu Werkstatt-Handbuch und Teile-Liste für Silver Cloud I/S1 erledigt. – Dabei wurde notiert, dass in „TSD 547, Parts List (Teile-Liste), Rolls-Royce Silver Cloud I & Bentley S1” sogar ein Kapitel Q zu finden ist. Das gibt Details zur Kupplung für das 4-Gang-Getriebe mit Handschaltung – obwohl serienmäßig bei Silver Cloud I und S1 ein Automatikgetriebe zum Einbau gekommen ist. Nur ein einziger Rolls-Royce Silver Cloud I und allenfalls eine Handvoll Bentley S1 sind auf Sonderwunsch mit manuellem Getriebe ausgerüstet worden. Die Chance, dass ein Leser einen dieser ultra-raren Wagen jemals zu sehen bekommt, ist überaus gering. Aber hiermit ist ein Hinweis auf deren Existenz gegeben ebenso wie die Notiz, dass sich Details dazu in den Technical Service Documents finden. Anfragen zu technischen Unterlagen (auch zu weiteren Modellen) an: mail@rrab.de

Bentley S1 Continental



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