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Die "Autos des Monats"

Auto des Monats - Juli 1999
Rolls-Royce Phantom II, #141TA, 1935,
Sidelight Cabriolet von Hooper


Rolls-Royce Phantom II, Hooper Sidelight Cabriolet

Die Order für diesen Rolls-Royce Phantom II kam 1934 aus Ägypten, zu jener Zeit Teil des weltumspannenden Britischen Empire. Wie sorgfältig der Besteller aus Alexandria bedacht hatte, daß er höchste Ansprüche zufriedengestellt sehen wollte, zeigte nicht allein seine Wahl eines Rolls-Royce Phantom II, sondern auch die Auftragserteilung für die Karosserie an Hooper. Der Londoner Karosseriebaubetrieb galt als die feinste Adresse und mögliche Zweifel widerlegte ein Blick in die Kundenliste der "Royal Coachbuilders", in der neben dem englischen unter anderem die Herrscherhäuser Japans, Äqyptens, Spaniens und Schwedens aufgeführt waren.

Diese Karosserie mit der Aufbau Nr. 8326 wurde gemäß Entwurf Nr. 6028 gebaut als Sidelight Cabriolet. Damit war eine Ausführung beschrieben, die sich als Cabriolet mit völlig zurückgelegtem Dach fahren ließ, bei geschlossenem Dach dagegen mit hochgekurbelten Seitenscheiben gewährleistete, daß die Insassen nicht über Gebühr von aufgewirbeltem Straßenstaub belästigt wurden. Schließlich bot sich noch als Alternative, einem Cabriolet de Ville gleich allein über dem Fahrerabteil das Dach zu entfernen und bei offiziellen Anlässen erlaubte das den Blick auf Fahrer und Begleitperson in prachtvoller Livree. Das war nicht allein wichtig für die Rangfolge bei der Vorfahrt etwa bei Hofe, sondern auch erwünscht, wenn der Wagen anläßlich von Besuchen Seiner Majestät des Königs von Ägypten in Alexandria zur Verfügung gestellt wurde.

 Rolls-Royce Phantom II, Hooper Sidelight Cabriolet

Als Extras waren für diesen Wagen gelistet worden Radkappen für die Speichenräder, eine Motorhaube mit großzügigen Luftschlitzen, ein zweites Reserverad - und die Kühlerfigur 'Spirit of Ecstasy gehörte 1934 nicht zum Serienumfang, sondern wurde mit 3£ 17s.6d. eigens in Rechnung gestellt.


Rolls-Royce Phantom II, InteriorStatt des extrem trockenen Klima Ägyptens hat dieser Wagen seit mehr als 16 Jahren die Vorzüge einer angenehm temperierten Garagenhalle in Deutschland genossen. In dieser Zeit ist er Gegenstand umfassender Instandhaltungsarbeiten gewesen - denn der derzeitige Eigner ist als Sammler nicht weniger anspruchsvoll als es der ursprüngliche Besteller gewesen war. Die bei Rolls-Royce Phantom II im Alter obligatorischen Schwachstellen wurden behoben. So leiden die Zylinderköpfe infolge elektrolytischer Korrosion (weil die Motorblöcke - 2 mit je 3 Zylindern - aus Stahlguß sind) - prompt erhielt dieser Wagen einen komplett neuen Zylinderkopf. Ähnlich erfolgte statt einer Reparatur des Kühlernetzes ein Austausch. Die gesamte Vergaseranlage ist kürzlich bei einem Spezialbetrieb in England generalüberholt worden und im gleichen Zug wurde die Ansaugvorwärmung erneuert. Der bequemeren Handhabung wegen ist dieser Rolls-Royce Phantom II zudem mit einer Servolenkung ausgestattet worden.

Rolls-Royce Phantom II, Hooper Sidelight Cabriolet

 

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