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Mehr Informationen über Rolls-Royce und ein Kapitel über Hooper:
Rossfeldt: Alle Modelle seit 1904..

Auto des Monats - Mai 2002
Rolls-Royce Silver Cloud I
Saloon mit Trennscheibe von Hooper, 1958, #ALC11


Rolls-Royce Silver Cloud I

Mit Nummer 10226 findet sich im „Body Book" von Hooper eingetragen, dass ein „R.R.S. Cloud LWB" mit der Chassis-Nr. ALC11 einen Aufbau erhielt in Form eines Saloon mit Trennscheibe. In akkurater Handschrift sind als Details notiert, der Wagen sei entsprechend Design Nr. 8504 ausgeführt im Mai 1958 an J. Davis, Esq., zur Auslieferung gekommen. Penibel ist ergänzt, es handele sich um ein Modell entsprechend früherer Auftrags-Nr. 10115, indessen auf einem Fahrgestell mit langem Radstand und ausgeschnittener Hinterrradabdeckung.

Dieser Aufbau ist die späte Variante eines Entwurfs, mit dem Hoopers Chefdesigner Osmond Rivers den Versuch unternommen hatte, die Linienführung der nach dem II. Weltkrieg in Mode gekommenen Ponton-Karosserien zu verbinden mit traditionellen Stil-Elementen, z.B. deutlich akzentuierten Kotflügeln. Hooper konzentrierte sich nicht nur auf Rolls-Royce und Bentley, in großer Zahl wurden Karosserien auch für Daimler gebaut, insbesondere für den „Daimler Empress". In der Folgezeit hat sich die Bezeichnung „Empress Line" durchgesetzt für diese spezielle Karosserieform. Jeder weiß, was gemeint ist, obwohl etliche Puristen missionarischen Eifer zeigen und diese inoffizielle Bezeichnung ablehnen.

Rolls-Royce Silver Cloud I Hooper Saloon
 

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Rolls-Royce Silver Cloud I Hooper SaloonDas sollte nicht davon ablenken, dass dieser Wagenkörper als praktische Vorzüge eine ungewöhnlich breite Rücksitzbank mit großzügigem Fußraum bietet und zudem ein enorm großes Kofferraumvolumen. Über Jahrzehnte hatte Hooper zur absoluten Spitze im Handwerk des Karosseriebaus gehört - bereits zum Start um die Jahrhundertwende konnte auf einen in fast 100 Jahren Kutschenbau erworbenen Erfahrungsschatz zurückgegriffen werden. Die einzigartige Qualität der Arbeitsausführung überzeugt auch bei diesem Silver Cloud I. Bei dem fast 50 Jahre alten Automobil sitzen die Türen mit exaktem Spaltmaß. Kein einziges Scharnier der eingebauten Picknick-Tischchen ist schwergängig geworden oder gar ausgeschlagen. Ebenso zeigt sich in jedem anderen Detail, wie perfekt die Kombination von ausgesuchtem Material und bestmöglicher handwerklicher Verarbeitung gelang. 

 
Rolls-Royce Silver Cloud I Hooper Saloon

Dennoch ist dies eine der letzten Schöpfungen von Hooper, wo man zum Ende der 50er Jahre den Karosseriebau einstellte. Die Preise für „Coachbuilt Cars" lagen im Durchschnitt etwa 50% bis 60% höher als bei Automobilen mit Werkskarosserie. Die Käuferschicht, die den höheren Betrag zu investieren bereit war, wurde immer kleiner. Im Dezember 1959 unterzeichnete Osmond Rivers als Director & Chief Designer das letzte Blatt im Hooper Body Book - die Auftrags-Nummer 10300 ist die letzte Eintragung. 
Der Wagen hat die Zeit überdauert und glänzt in voller Pracht in der Privatsammlung von Hans-Günter Zach.
(Siehe auch www.rolls-royce-sammlung.de).

Rolls-Royce Silver Cloud I Hooper Saloon


 

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