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Die "Autos des Monats"

Mehr über Rolls-Royce in diesen Büchern:

 

Auto des Monats - Mai 2004
Rolls-Royce Silver Cloud I, 1956, #LSWA30
Cabriolet von Carrosserie Graber (CH)


Hermann Graber aus Wichtrach bei Berne (Schweiz) war außerhalb des Vereinigten Königreichs der erfolgreichste Karossier für Bentley Automobile. Aber nur wenige Experten hatten Kenntnis bezüglich des einzigen von Graber eingekleideten Rolls-Royce Silver Cloud I. Einem breiteren Publikum war diese Kreation völlig unbekannt, was wohl damit in Zusammenhang steht, dass sich in keinem der zahlreichen Bücher mit weiterer Verbreitung jemals ein Foto dieses Automobils abgebildet fand.

Über etliche Jahre warb Carrosserie Graber (Carrosserie mit Doppel-R geschrieben ist korrekt entsprechend Schweizer Schreibweise!) mit dem Slogan: „Graber Cabriolets – ein Begriff!“ Dieser Aufbau entstand auf einem der frühesten Fahrgestelle, die im Werk fertiggestellt worden waren, denn der Silver Cloud startete mit der Chassis-Serie ‚A’ und bei Fahrgestell-Nummer LSWA30 handelt es sich um das 15. Fahrgestell (ungerade Nummern wurden in der Serie ‚A’ nicht verwendet). Zur Auslieferung kam das Auto über Franco Britannic Autos Ltd. 25 rue Paul Vaillant Ccouturier, Levallois, Perret, Seine, den Konzessionäre in Frankreich.
Vermutlich hat das für den Käufer und den Karossier zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet, weil die Ausfüllung von Zollpapieren doppelt anfiel. Zunächst für die Überquerung der Grenze zwischen England und Frankreich (es gab noch keine EU!) und dann für die Überquerung der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz..

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Mit einer durchgehenden Gürtellinie zeigte Grabers Design um eine ganze Ära moderner als das, was englische Coachbuilder boten. Anzumerken auch, dass er sich bereits für gepolsterte und mit Leder verkleidete Einfassungen oberhalb und unterhalb des Armaturenbrettes entschieden hatte, lange bevor das im Zuge der entstehenden Sicherheitsdiskussion mit dem Silver Cloud III auch ab Werk angeboten wurde. Die durchlaufende seitliche Chromleiste setzte er so akkurat, dass den Seitenflächen elegant jede Schwere genommen war – ein meisterlicher Zug. Auch die Heckgestaltung gelang überzeugend, zumal das Diktat „Form folgt Funktion“ beachtet war und ein Kofferraum mit enormem Ladevermögen resultierte.

Das Auto ist eingestellt in die Sammlung S.D. Sheikh Nasser Mohamed Al-Ahmed Al-Sabah, Kuwait. Rolls-Royce zur Auslieferung in Staaten des Mittleren Ostens wurden üblicherweise mit Ölbad-Luftfiltern ausgestattet. Aber um diesen Wagen in dem Zustand zu erhalten, wie er original war, wurde jeder Versuchung widerstanden, den Standard-Luftfilter unter der Haube auszutauschen. Wie oben dargelegt ist nicht bekannt, dass in den fast 50 Jahren seit seiner Entstehung je ein Foto in ein Buch Eingang gefunden hätte – es steht daher zu hoffen, dass etliche Betrachter an der hier gezeigten Fotoserie besonderen Gefallen finden.

Photos: S.D. Sheikh Nasser Mohamed Al-Ahmed Al-Sabah, Kuwait



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