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Die "Autos des Monats"


Rolls-Royce Silver Shadow

 

 

Auto des Monats -Mai 2010
Rolls-Royce Silver Shadow I, 1966, #CRH1806
2-türige Limousine von James Young


Rolls-Royce Silver Shadow - James Young

Der Karosseriebau-Betrieb James Young unternahm einen mutigen Versuch, sich auch in der neuen Ära zu behaupten, nachdem Rolls-Royce mit dem neu vorgestellten Rolls-Royce Silver Shadow den Wechsel zu selbsttragenden Karosserien vollzogen hatte. Damit entfiel die Basis ein Fahrgestell mit Motor zu liefern, auf das eine separate Karosserie aufgesetzt werden konnte, die der traditionellen Handwerkskunst der Karossiers zuträglicher gewesen war. James Young engagierte sich, eine 2-türige Limousine zu bauen und fertigte davon 35 Exemplare als Rolls-Royce Silver Shadow I sowie weitere 15 als Bentley T1. Diese Automobile waren wegen der umfangreichen Modifikationen damals (zur Mitte der 60er Jahre) erheblich teurer als die Basismodelle. Eventuell hätte der Karosseriebau-Betrieb sogar auf die richtige Karte gesetzt und eine Nische für eine größere Stückzahl gefunden – aber beginnend mit dem Jahr 1966 bot auch der Autohersteller selbst einen eigenen, bei seiner Karosseriebau-Division H.J. Mulliner, Park Ward gebauten, Entwurf für eine 2-türige Limousine an. Diesem mit durchaus Coupe-ähnlicher Linienführung ausgeführten Modell folgte bereits im Jahr darauf ein Cabriolet. Die Produkte von Rolls-Royce zeigten das Design, wie es heute allgemein als „Corniche“ bekannt ist; allerdings wurden die 2-Türer erst vom Jahr 1971 an unter diesem Namen als separates Modell geführt.

Rolls-Royce Silver Shadow - James Young

Ohne jeden Zweifel handelt es sich bei jedem der 2-Türer von James Young um ein rares Stück. Indessen muß leider konstatiert werden, dass diese mit Spezial-Karosserie versehenen Automobile, wenn denn mal eines auf den Markt kommt, nur in Ausnahmefällen signifikant höhere Preise erzielen als solche in Standard-Ausführung. Darin mag zum Ausdruck kommen, dass diese Automobile in ihrem äußeren Erscheinungsbild keine charakteristischen Unterschiede zu den 4-türigen Basismodellen aufweisen. Folglich erscheinen sie manchem Sammler weniger attraktiv erscheinen als Schöpfungen von James Young aus weiter zurückliegenden Bauperioden. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich widerspiegelt, mit welch teurem Aufwand eine Instandsetzung oder gar Restaurierung zu Buche schlägt. Es ist über den Lauf der Zeit zunehmend schwieriger geworden, noch irgendwelche Original-Ersatzteile von James Young zu vertretbarem Preis zu finden. Falls also, z.B. korrosionsbedingt, die Erneuerung ausgerechnet eines der bei James Young gedengelten Blechpaneele erforderlich würde, dann wird solche Arbeit heftig teuer. Schließlich darf nicht außer Betracht gelassen werden, dass diese Automobile aus der Anfangsphase der Produktion der Shadow-Modellreihe stammen. Mithin zeigen sie einerseits „den Reiz der frühen Jahre“, andererseits fehlen die Verbesserungen, die über die Produktionsdauer in die Fertigung eingeflossen sind.

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Deshalb ist der gute Rat angebracht, umsichtig ins Kalkül zu ziehen, ob die Marktverhältnisse von Interesse sind, bevor in den Erwerb oder in eine umfangreiche Instandsetzung investiert wird. – Solcherlei monetäre Erwägungen spielen natürlich überhaupt keine Rolle, falls jemand in der glücklichen Lage ist, sein Lieblingsauto um jeden Preis in perfektem Zustand erhalten zu können.

Rolls-Royce Silver Shadow - James Young


 

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