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Auto des Monats - Mai 2017
Rolls-Royce Phantom VII, 2002, #SA91568454 U121614,
Vorserienmodell


Rolls-Royce Phantom
Die eigentümliche Chassis-Nummer, endend auf U121614, erklärt sich daraus, dass es sich um ein Vorserienmodell handelt. Um eines nach USA-Spezifikation bei diesem Linkslenker (lt. Werksunterlagen für "Presse- und Vorführzwecke").

Nachdem die Marke unter die Fittiche der BMW Group gekommen war wurde als erstes Modell der Rolls-Royce Phantom vorgestellt. Später gab es eine Interim-Periode mit der Bezeichnung Phantom Series I für dieses Modell – zwecks deutlicher Separation von dem mit erheblichen Aufwertungen vermarkteten Phantom Series II. Letztlich entschied sich der Hersteller, das von 2003 bis 2017 produzierte Modell als Rolls-Royce Phantom VII zu listen.

In Zukunft werden die Chancen rapid schwinden, Rolls-Royce Phantom exakt in der Ausführung zu sehen, wie sie dem originalen Erscheinungsbild entsprach. Denn signifikant waren Leichtmetallräder PAX 265 x 540 A, auf die Reifen der Dimension PAX 265 x 790 R540A 111W aufgezogen waren, für dieses Automobil gewesen. Solche von Michelin eigens für den Phantom produzierten Reifen waren als wichtige Sicherheits-Features hervorgehoben worden, weil sie über Notlauf-Eigenschaften verfügten. Die garantierten, dass sich bei plötzlichem Druckverlust der Reifen nicht von der Felge löste und ebenso, dass auch ein voll beladenes Fahrzeug nach einer Reifenpanne noch mindestens 150 Kilometer Wegstrecke mit maximal 80 km/h zurücklegen konnte.

Rolls-Royce PhantomIn dieser Dimension exklusiv nur für den Rolls-Royce Phantom hergestellt: Leichtmetallfelgen PAX 265 x 540 A  und die Michelin-Reifen PAX 265 x 790 R540A 111W. Letztere lassen sich nicht mit handelsüblichen Ausrüstungen montieren und wuchten, sondern ausschließlich mit einer speziellen Reifenmontage-Maschine.

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Die Kehrseite der Medaille war indessen, dass die von Michelin entwickelte PAX- Technologie mit anderen Reifengrössen lediglich für Exoten wie Bugatti Veyron sowie optional für eine geringe Anzahl von Fahrzeugen anderer Hersteller übernommen wurde, aber am Markt keinen Durchbruch erzielte. Produziert wurden diese Michelin-Reifen PAX 265 x 790 R540A 111W ausschließlich für die 'überschaubare' Zahl von Rolls-Royce Phantom. Die Vertrags-Werkstätten mussten in spezielle Ausrüstung investieren, weil mittels handelsüblicher Maschinen keine Montage dieser Reifen möglich war. Bereits ab August 2004 bot Rolls-Royce optional 21-Zoll-Leichmetallräder an, bezogen mit  Goodyear-Reifen 255/50R21W auf Felgen 8x21 vorn und 285/45R21W auf Felgen 9.5x21 hinten. Selbstverständlich boten auch die Goodyear-Reifen den Vorteil von 'Run-Flat-Technology', d.h. Notlauf-Eigenschaften. Von vielen wurden aber als maßgeblicher angesehen, dass sich die Goodyear-Reifen in jeder beliebigen Werkstatt mit handelsüblicher Ausstattung montieren lassen. In der Folge brach die Nachfrage nach den speziellen Michelin-Reifen soweit weg, dass viele Vertragswerkstätten die "Spezial-Reifenmontage-Maschinen" abschrieben und aussonderten.

Rolls-Royce Phantom

Diesen Fakt sollte, wer weise abwägen will, ins Kalkül ziehen: Die Eigner der geringen Zahl von Rolls-Royce ‚Phantom Series I’ bzw. ‚früher Phantom VII’, deren Autos noch auf Michelin-Reifen fußen, werden eine komplette Umrüstung auf neue Leichtmetallräder und Reifen vornehmen müssen. Auch beim Erwerb eines entsprechenden Rolls-Royce Phantom aus Vorbesitz muss der entsprechende Betrag von vornherein in Ansatz gebracht werden. – Zwangsläufig ergibt sich bei dem just an der Schwelle zum ‚Youngtimer’ stehenden Modell zudem, dass hinsichtlich ‚Originalität’ ein Kompromiss einzugehen ist, lange bevor das Stadium als ‚Klassiker’ erreicht wird. 

Rolls-Royce Phantom
Über mehr als 10 Jahre verblieb das Auto im Bestand von Rolls-Royce Motor Cars. Noch 2013 fand es sich unter den Exponaten anlässlich einer Ausstellung im BMW-Museum, München. V


 

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