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Mehr zu Bentley in diesen Büchern:

Hull: Inside the Rolls-Royce and Bentley Styling Department

 

Rossfeldt: Rolls-Royce and Bentley / From the Dawn of the 20th Century into the new Millennium

 

Auto des Monats - Mai 2019
Bentley S2, 1960, #B314AM
Limousine

Bentley S2

Im Jahr 2019 ist der 60. Jahrestag der Einführung von Rolls-Royce Silver Cloud II und Bentley S2 zu zelebrieren. Im Herbst des Jahres 1959 hatte der englische Autohersteller diese neuen Modelle vorgestellt. Insgesamt entstanden in der Folge 2308 Exemplare vom Modell Bentley S2 zwischen 1959 und 1952, davon 57 mit langem Radstand. Als Chassis mit Motor zwecks Aufbau eines Karosseriekörpers bei einem der noch verbliebenen Betriebe aus der Gilde der Coachbuilder wurde nur eine mikroskopisch geringe Zahl gelistet. Die Zahlen sprechen ein klare Sprache: So wie ab Werk angeboten erfüllte der S2 überzeugend die Ansprüche der Bentley-Klientel. Folglich ist die weit überwiegende Mehrzahl in der Ausführung als "Sports Saloon" mit der Karosserie ab Werk gebaut worden sind; in der deutschen Sprache wäre die Bezeichnung als „Limousine“ üblich.

Bentley S2

Für Vortrieb sorgt ein neu entwickelter V8-Motor mit 6¼ Litern Hubraum. Weitgehend aus Leichtmetall gefertigt bot der V8 erheblich mehr PS als der im Vorgänger angebotene 4,9-Liter Reihensechszylinder, ohne das Manko eines nennenswerten Gewichts-Nachteils. Es war ein risikoloser Schachzug, diese Antriebsquelle mit dem bewährten automatischen Getriebe (einer nach Lizenz von General Motors gebauten Hydramatic) zu kombinieren. Es blieb auch bei Trommelbremsen rundum mit getriebe-unterstütztem  Bremskraftverstärker. Alles in allem konnte man der Technik attestieren, dass sie auf robuste und zuverlässige Komponenten setzte.

Die Innenraumgestaltung und die Karosserielinien waren nahezu identisch mit denen des Vorgängers, bei der hatte der Designer John Polwhele Blatchley als Leiter der Styling-Abteilung ganz im Stil des Hauses auf gediegenen Luxus und zurückhaltende Eleganz gesetzt. Andere Hersteller hatten gegen Ende der 50er bereits den Wechsel zur selbsttragenden Karosserie vollzogen. Bei Rolls-Royce dagegen behielt man die konservative Auslegung einer Kombination von Leiterrahmen (verstärkt durch eine Kreuztraverse) und separatem Aufbau bei. Das war eine stabile Basis, die zudem über sehr lange Zeit der Korrosion Widerstand leistet.

Bentley S2

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Bei nach Jahrzehnten eventuell notwendig werdenden Restaurierungsarbeiten bleibt man vor etlichen Risiken der selbsttragenden Bauweise bewahrt. Indessen zeigen sich Automobile, die nie durch die Niederungen von Vernachlässigung und mangelnder Wartung gegangen sind, in erfreulichem Zustand. So ist auch dieser frühe Bentley S2 (die ersten Chassis-Serien der neuen Modellreihe waren die auf die Buchstaben 'AA' bzw. 'AM' endenden) ein Auto mit überzeugend guter Grundsubstanz.  Türen sowie Motorhaube und Kofferraumdeckel sind aus Aluminium, was in Verbindung mit dem vorwiegend aus Leichtmetall gefertigten Motor dazu beitrug, bei dem relativ großen Automobil ein Gewicht von knapp weniger als 2 Tonnen zu erzielen. 

Aus jeder Perspektive wirkt der Karosseriekörper beeindruckend elegant und harmonisch ausgewogen. Viele Betrachter attestieren dieser Schöpfung den Status einer "Design-Ikone".

Bentley S2



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