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Die "Autos des Monats"


Auto des Monats - Mai 98
Rolls-Royce Silver Wraith 1947, #WTA72,
Sedanca de Ville von H.J. Mulliner


Rolls-Royce Silver Wraith 1947, Sedanca de Ville
Dieser Rolls-Royce führt einen Dornröschenschlaf. Obwohl auf Dauer zugelassen, wird er höchst selten benutzt und während der vergangenen 20 Jahre hat das Tachometer-Zählwerk um weniger als 1.000 Meilen zugenommen.

Nicht nur H.J. Mulliner hatte nach dem II. Weltkrieg einen Neustart vor sich, sondern das traf genauso zu für Rolls-Royce als Automobilproduzenten. H.J. Mulliner's erstes Design nach Kriegsende war ein Sedanca de Ville mit der Design-Nr. 7019. Tatsächlich war dies die Karosserie, die der erste überhaupt fertiggestellte Rolls-Royce Silver Wraith bekam, der Wagen mit der Chassis-Nr. #WTA1.

Rolls-Royce Silver Wraith 1947, Sedanca de VilleDer Silver Wraith wurde angetrieben von einem Sechszylinder- Reihenmotor, der in ein solides Leiterrahmen-Chassis eingesetzt war. Der Hubraum betrug 4 ¼ Liter und war damit identisch mit dem des Rolls-Royce Wraith aus der Vorkriegszeit. Indessen handelte es sich um eine grundlegende Neuentwicklung, die nicht auf die Antriebseinheit des Wraith zurückgeführt werden konnte, sondern abstammte vom B60-Motor aus der Serie von Aggregaten, die Rolls-Royce für militärischen und kommerziellen Einsatz produziert hatte als B40-, B60 und B80-Motoren mit der charakteristischen Auslegung von im Zylinderkopf angeordneten Einlaßventilen und seitlich im Motorblock stehenden Auslaßventilen (i.o.e. = inlet over exhaust).


Rolls-Royce Silver Wraith 1947, Sedanca de VilleNo In H.J. Mulliner's Unterlagen (Body Books) sind nicht als 13 Aufbauten nach Design Nr. 7019 gelistet. Der hier gezeigte Wagen trägt den letzten Aufbau; es ist der Aufbau mit der Nummer 4671 auf Chassis Nr. WTA72. Der Katalog von Rolls-Royce (Original-Exemplare gehören zum Bestand des Roßfeldt-Archivs) informierte: „Die Prinzipien, die dem Bau von Rolls-Royce Automobilen zugrundeliegen, sind unverändert.“


Diese Aussage galt auch für die Preisgestaltung. Zu seiner Zeit kostete der Silver Wraith als Chassis mit Motor (es gab keinen mit Werkskarosserie) etwa £ 2.000; komplettiert mit einem Aufbau als Sedanca de Ville von H.J. Mulliner kletterte der Preis auf etwas weniger als £ 4000. Im Vereinigten Königreich hätte nicht einmal die Investition eines solchen - nach damaligem Kaufkraft-Gegenwert gewaltigen! - Betrages ausgereicht, um Eigner eines neuen Rolls-Royce Silver Wraith zu werden. Dort mußte nämlich noch eine Luxus-Steuer in geradezu prohibitiver Höhe aufgeschlagen werden.


Rolls-Royce Silver Wraith 1947, Sedanca de VilleFalls die Größe des Kofferraums nicht ausreicht, läßt sich der Kofferraumdeckel ausklappen, um als zusätzlicher Gepäckträger zu dienen. Ein Rolladen schützt den Inhalt des normalen Gepäckabteils.

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