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Mehr zu Rolls-Royce:

 Rossfeldt: Rolls-Royce and Bentley / From the Dawn of the 20th Century into the new Millennium  

 

 

 

 

Auto des Monats - August 2022
Rolls-Royce Phantom I, 1925, #84MC
Cabriolet von Alexis Kellner


Rolls-Royce Phantom I

Der Rolls-Royce Phantom I, #84MC, war das erste nach Deutschland gelieferte Automobil aus der Modellserie „Rolls-Royce New Phantom“ die später allgemein als Phantom I geführt wurde. Die Auslieferung von #84MC datiert auf Juni 1925. Erst einen Monat später wurde der – nach Zahlenfolge in den Chassis-Nummern im Werk in Derby früher fertig gestellte - Phantom I, #64MC, ausgeführt als Limousine von Erdmann und Rossi für Heinz Saltenburg in Deutschland zugelassen.

In der Literatur lauten die Eintragungen für den Rolls-Royce Phantom I, #84MC, dass er karrossiert worden sei durch einen "German Coachbuilder", aber es fehlen Details. Das hatte seine Ursache darin, dass solche Details auch in den "Chassis Cards" nicht angegeben waren, d.h. in die Werksunterlagen des Herstellers nicht eingetragen worden waren. Dort finden sich aber Auskünfte, die mehr erlauben als nur eine reine Spekulation, sondern die Substanz bieten für eine schlüssig begründete Vermutung.

Nach Deutschland importiert wurde der Rolls-Royce vom Berliner Autohandelshaus Karl A. Klein & Geo Seb. Roche GmbH, Hauptstr. 81-82, Berlin Friedenau (Vertretung für Fiat, Steyr und AGA-Wagen). Laut Werkunterlagen von Rolls-Royce war Karl A. Klein damals deren authorisierter Vertragshändler für Deutschland.:

Rolls-Royce Händler 1925

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Die Chassis Cards von Rolls-Royce besagen "For Personal use of Director Klein". Karl A. Klein wiederum hielt (ebenso wie sein Compagnon Geo Seb. Roche) ein Aktienpaket am Karosseriebauunternehmen Alexis Kellner AG, Berlin, und gehörte sogar zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats dort. Damit sind gute Gründe gegeben für die Annahme, dass ein an Karl A. Klein gelieferter Rolls-Royce Phantom I seine Karosserie bei der Firma erhalten hat, mit der enge kommerzielle Beziehungen bestanden haben.

Als ein signifikanter Verweis auf den in Berlin ansässigen Karosseriebau-Betrieb Alexis Kellner kann auch ein Zubehörteil angesehen werden, das bei Rolls-Royce nicht serienmäßig gewesen ist. Am Lenkrad montiert findet sich, was als "Kellnerscher Signalring" bezeichnet später über viele Jahrzehnte als "Hupenring" bei Automobil-Marken aus diversen Ländern allgemein gebräuchlich wurde. Details hierzu folgen weiter unten. 

Rolls-Royce Phantom I 

Auf jeden Fall zu korrigieren ist eine Eintragung in etlichen bis dato zu Rolls-Royce erschienenen Büchern (z.B. „Rolls-Royce, The Derby Phantoms“ von Lawrence Dalton, Paulerspury (GB) 1991). Denn dort steht „Elschner“ als erster Besitzer vermerkt und damit gemeint ist Geheimrat Curt Elschner, Eigentümer des Hotels Excelsior in Berlin (gelistet auch als Eigentümer des Rolls-Royce Silver Ghost, #61RM, Single Cabriolet von Windovers, im Februar 1926 importiert über K.A. Klein & G.S. Roche, Berlin). Zutreffend ist, dass Geheimrat Curt Elschner von Karl A. Klein zu einem späteren Zeitpunkt dessen Rolls-Royce Phantom I, #84MC, erworben hat; folglich war er nicht der Erstbesitzer, sondern der 2. Eigner dieses Phantom I.


 

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