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Mehr zu Bentley in diesen Büchern:

Bassoli: Continental Journeys

Hull: Inside the Rolls-Royce and Bentley Styling Department

Advertising Silver Cloud

 

 

Auto des Monats - Dezember 2019
Bentley S3 Continental, 1964, #BC172XC
Cabriolet von H.J. Mulliner, Park Ward

Bentley S3 Continental

Park Ward zählte gegen Ende der 1950er Jahre zur Avantgarde unter den Karosseriebauern des Vereinigten Königreichs. Einen maßgeblichen Faktor für die hohe Wertschätzung war eine Schöpfung des in Norwegen geborenen Designers Vilhelm Koren. Der hatte dem Bentley Continental S2 ein modernes Äußeres gegeben, dessen glattflächiges Design eine radikale Abkehr bedeutete von barocker Formgebung, wie sie bei anderen Aufbauten aus dieser Periode noch dominierte. Koren hätte bei einem zukünftigen Modell gern noch konsequenter die sportliche Ausrichtung von Bentley betont. Aber es kam nicht dazu, er schied aus dem Design-Team bereits aus, bevor die endgültige Form für das Nachfolgemodell Bentley S3 Continental festgelegt wurde. Allerdings erwies sich dessen Linienführung hinsichtlich Karosserien, die von Park Ward kamen, lediglich eine behutsame Weiterentwicklung des ursprünglichen Koren-Designs.  

Bentley S3 Continental

Für letzteres wurde neben der essentiellen Linienführung auch beibehalten, auf Fertigungs-Techniken zu setzen, die aus dem Flugzeugbau adaptiert waren. Denn auch in dieser Hinsicht hatte sich Vilhelm Koren profiliert und auf etliche Leichtbau-Kniffe aus der Luftfahrt gesetzt, als ab 1959 bei Park Ward ‚sein’ Convertible auf Fahrgestelle des Bentley S2 Continental montiert wurde. - Die fortschrittliche Technik hielt sich selbstverständlich für den nur geringfügig im Frontbereich veränderten Korpus, wie er auf das Chassis des Bentley S3 Continental gesetzt worden ist. Auf Kundenwunsch auch verfügbar für Rolls-Royce Silver Cloud III).

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Als 1963 die neue Modellgenerationen Rolls-Royce Silver Cloud III und Bentley S3 an den Start gingen, hatte Rolls-Royce die seitens Auto-Hersteller aufgekauften Karosseriebau-Betriebe Park Ward und H.J. Mulliner bereits zu einer Einheit verschmolzen. Eine Beteiligung an Park Ward hatte schon seit den 1930ern bestanden und in der Folge war 1939 das Unternehmen komplett übernommen worden. Im Jahr 1959 gelangte H.J. Mulliner ebenfalls unter die Fittiche von Rolls-Royce. Einige Zeit lang parallel betrieben, wurde zu Anfang der 1960er Jahre die Separation aufgegeben. Allein schon wegen der Kostenvorteile war der Zusammenschluss eine sinnvolle Option.

Bentley S3 Continental

Am Markt hatte Park Ward nach dem II. Weltkrieg noch über eine beträchtliche Zeitspanne wie ein eigenständiges Unternehmen agiert. Das wurde sogar unterstrichen, weil bis in die 1960er Jahre hinein bei Park Ward in bedeutender Zahl Karosserien für einen anderen Autohersteller, nämlich Alvis, entstanden sind. Tatsächlich wurden auch bei Bentley S-Series Continental und einigen R-R Phantom V noch über lange Zeit nach der Verschmelzung an die Karosserien Schilder angeschraubt, die allein Park Ward als Karossier auswiesen. In gleicher Weise war das bei H.J. Mulliner der Fall hinsichtlich solcher Body-Designs, die ursprünglich auf Reißbrettern von H.J.Mulliner gezeichnet worden waren. Bei "preußischer Gründlichkeit" hätten solche Aufbauten ausgewiesen werden müssen als von H.J. Mulliner, Park Ward stammend. Zumal die Produktion auch räumlich keineswegs getrennt war, also nicht mehr auf 2 Produktionsstätten verteilt. Indessen fand man erst Jahre später dazu, solche ‚Coachbuilt Cars’ zutreffend als von H.J. Mulliner, Park Ward gebaut zu bezeichnen. Später schliff sich diese Angabe ab zu Mulliner Park Ward.

Bentley S3 Continental



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