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Auto des Monats - Dezember 2017
Rolls-Royce Wraith, 1938, #WXA107
Brougham de Ville von Park Ward


Rolls-Royce Wraith

Der erst in den 20ern gegründete, mithin nicht in der Ära von Pferden gezogener Kaleschen wurzelnde, Karosseriebau-Betrieb Park Ward hatte zügig mit innovativen Aufbauten von hoher Qualität einen guten Ruf errungen. In den 30ern richtete man die Fertigung darauf aus, in ‚kleinen Serien’ Karosserien aufzulegen, die allenfalls in Details auf individuelle Wünsche abgestimmt wurden. Mehr und mehr geriet man in Abhängigkeit vom zum Hauptkunden gewordenen Autohersteller Rolls-Royce – und das von dort verordnete ‚Preisdiktat’ minderte die Deckungsbeiträge. So stark, dass eine Krisensituation eintrat, die bewältigt wurde mit einer finanziellen Beteiligung seitens Rolls-Royce. Gegen Ende der 30er Jahre hatte Rolls-Royce das Unternehmen komplett übernommen; es agierte am Markt wie ein selbständiger Betrieb, war aber eine 100%ige Tochter der Automanufaktur.

Mithin könnte man bei diesem "Brougham de Ville" aus dem Jahr 1938 die Ansicht äußern, es handele sich um eine Kreation der werkseigenen Karosseriebau-Division. Schon die räumliche Distanz zwischen dem Autowerk und dem Karosseriebau-Betrieb schloss aber eine so enge Verflechtung aus. Mit besonderem Aufwand war eine beeindruckend elegante und  luxuriöse Schöpfung entstanden – weil dies Automobil aus Ausstellungsstück für die Auto-Salons in Brüssel und darauf folgend in Genf vorgesehen war. Es wurde anschließend verkauft an einen gewissen Albert van den Bergh; der gab beim Erwerb den von ihm zuvor gefahrenen Rolls-Royce Phantom I, #23KR, in Zahlung.

Rolls-Royce Wraith

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Dieser Rolls-Royce Wraith war in den 1990ern Gegenstand einer sich über Jahre erstreckenden Restaurierung. Mit peinlicher Sorgfalt wurde darauf geachtet, einen "Zustand wie neu" zu erzielen. Dabei war es lediglich sehr arbeitsintensiv, aber nicht unbedingt mühevoll, den zusätzlich in der Separation montierten Tachometer, über den im Fahrgastabteil hinter der Trennscheibe das Tempo nachgehalten werden konnte, exakt zu kalibrieren auf die Anzeige des im Armaturenbrett montierten Tachometers. Viel, viel  aufwendiger gestaltete sich die Forderung, auf Partien der Karosserie Korbgeflecht-Bemalung aufzutragen – und zwar von Hand "nach alter Väter Sitte".

Rolls-Royce Wraith

Das Ergebnis rechtfertigte den Aufwand. Dieser Rolls-Royce Wraith, #WXA107, ist ein Parade-Beispiel dafür, dass in den Jahren vor Ausbruch des II. Weltkrieges das Karosseriebau-Handwerk wahre Kunstwerke zu schaffen vermochte. Das findet einen Ausdruck darin, dass bei hochrangigen Events #WXA107 ein quasi sicherer Kandidat für Auszeichnungen ist und ebenso, dass Illustrationen in zahlreiche Publikationen Eingang gefunden haben. Nirgendwo gelungener als mit einer Fülle von höchst ansprechenden Fotografien im Buch "Motors Finest", wo diesem Automobil ein eigenes Kapitel gewidmet ist. 

Rolls-Royce Wraith


 

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