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Mehr zu Bentley in diesen Büchern:

Walker: Coachwork on Vintage Bentleys – 3 Litre, 4½ Litre, 6½ Litre, Speed Six,  8 Litre

 

Rossfeldt: Rolls-Royce and Bentley / From the Dawn of the 20th Century into the new Millennium

 

Auto des Monats - Januar 2019
Walter Owen Bentley – Die frühen Jahre seiner Karriere
& Gründung von Bentley Motors im Januar 1919

Bentley 3-Litre Prototyp, #EXP1
Bentley 3-Litre Prototyp, Chassis-Nr. #EXP1. In erster Inkarnation die Umsetzung des Anspruchs von W.O. Bentley: “Ein schnelles Auto zu bauen, ein gutes Auto, das beste in seiner Klasse.”

Im Jahr 2019 ist das 100-jährige Jubiläum der Firmengründung von Bentley Motors zu feiern. Es erscheint am sinnvollsten, die Gründung von Bentley Motors auf den Januar 1919 zu datieren, denn amtliche Dokumente der Behörden des Vereinigten Königreichs belegen "...Bentley Motors in its first creation was registered 18th January 1919, the day the Certification of Incorporation was signed by the Registrar of Joint Stock Companies..." Ab 20. Januar 1919 arbeiteten die Ingenieure Walter Owen Bentley, Frederick Tasker Burgess and Harold Frederick Varley in ihrem Konstruktionsbüro in Londons Conduit Street 16 am ersten Automobil von Bentley Motors. Es war das Modell Bentley 3 Litre, das bei der Olympia Show im November 1919 sein Debüt gab.

Bentley 3 Liter

Walter Owen Bentley war ein hoch talentierter Ingenieur und erwies sich bereits in jungen Jahren als ein begnadeter Konstrukteur. Grundlage war eine Ausbildung Eisenbahnbetrieb GNR in Doncaster; Ein Studiengang am King's College in London mit dem Schwerpunkt 'Theoratical Engineering' folgte. In seiner ersten Anstellung bei der National Motor Cab Co. in London trug er Verantwortung für Service und Betriebsbereitschaft einer Flotte von 400 UNIC Taxifahrzeugen. Im Jahr 1912 übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder H.M. Bentley einen Autohandel, der eine Konzession für französische DFP hielt. DFP stand für Doriot, Flandrin & Parant, einen Automobil-Hersteller aus Courbevoie, Frankreich. Die Gebrüder Bentley entwickelten ihr Unternehmen so erfolgversprechend, dass sich der Autoproduzent aus Frankreich entschloß, einen eigenen Mechaniker auf Dauer zu der neuen Firma abzustellen. Das war M. Leroux, dem auch die Aufgabe zufiel Autos zu tunen, die dann von W.O. Bentley erfolgreich bei Wettbewerben zum Einsatz gebracht wurden. Ein frühes Beispiel für die Richtigkeit der Feststellung "Win on Sunday, Sell on Monday".

W.O. Bentley &  DFP 2-Liter
Bentley im Jahr 1912 mit einem DFP 2-Liter, der eine bei Hutchinsons in Auftrag gegebene Einsitzerkarosserie trägt, die sorgfältig alle Erkenntnisse umsetzte, die bis dato hinsichtlich 'Stromlinien-Form' bekannt waren. Auf der Brooklands Rennbahn erzielte das Automobil, vorbereitet und betreut von Leroux und gefahren von Bentley, einen Streckenrekord von 107,45 km/h (66,78 mph) über zehn Runden.

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W.O. Bentley setzte auf Vorsprung durch Technik. Denn er hatte Leistung und Zuverlässigkeit seiner Motoren mittels Verwendung von Kolben aus einer Leichtmetall-Legierung erheblich gesteigert. Dank Aluminium-Kolben gelang ihm eine beachtliche Verringerung der Belastung von Lagern etc. im Vergleich zu Kolben aus Eisen. Der Hauptvorteil lag in der besseren Wärmeleitfähigkeit des Leichtmetalls; thermisch weniger anfällig war das Risiko von Hitzeschäden drastisch verringert.

Bentley & Leroux - DFP 12/40 H.P.
Bentley und Leroux mit einem DFP 12/40 H.P. beim 5. Internationalen Tourist Trophy Rennen auf der Insel Man am 10./11. Juni 1914. Von 33 gestarteten Rennfahrzeugen hielten nur 6 durch bis ins Ziel. Bentley beendete das Rennen mit einigem Abstand auf den Sieger William Guinness, der einen Sunbeam eingesetzt hatte. – Aber er heimste besonders vorteilhafte Publicity ein, weil anerkannt wurde, dass die anderen Wettbewerber über Wagen mit deutlich hubraumstärkeren Motoren und deshalb erheblich mehr Leistung verfügt hatten.

Ihre Kenntnis einer überlegenen Alternative zu Kolben aus Eisen hielten Bentley & Bentley strikt geheim – und alles spricht dafür, dass der Fakt anderen Herstellern  offenbar verborgen blieb. W.O. Bentley wurde am Volant relativ 'kleiner' DFP-Automobile zum Wettbewerber für Rennwagen mit  großvolumigen, leistungsstarken Motoren. Das brachte gute Publicity nach dem Motto "David besiegt Goliath". Die Bentley-Brüder planten eine Erweiterung ihres Unternehmens mit ersten Schritten für den Aufbau eines Händlernetzes mit der Vergabe von Vertriebslizenzen sowie einer Werbe-Kampagne. Der Ausbruch des I. Weltkrieges warf alle Planungen über den Haufen. W.O. Bentley musste sich als Offizier auf kriegswichtige Aufgaben umstellen. Für den Erfolg seines nach Kriegsende gegründeten Unternehmens Bentley Motors lassen sich dennoch frühe Ansätze in seiner Karriere bereits vor dem I. Weltkrieg nachweisen.

Bentley & Leroux - DFP 12/40 H.P.



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