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Auto des Monats - November 2022
Bentley R-Type, 1952/53, #B340SR
Coupé von Graber

Bentley R-Type

Dieser Bentley R trägt eine Karosserie von Carrosserie Graber, die in Wichtrach nahe Bern, Schweiz, ansässig gewesen ist. Hermann Graber schuf den Aufbau auf einem im letzten Quartal 1952 über die Garage de l’Athené, Genf, in die Eidgenossenschaft importierten Fahrgestell mit der Chassis-Nummer #340SR (die Motor-Nummer lautet B170S). Er notierte dafür in seinen Unterlagen die Auftrags-Nr. 649. Das Automobil wurde auf dem Stand von Graber beim Genfer Autosalon im April 1954 Seite an Seite mit einem weiteren Bentley R-Type, #B342SR ausgestellt. Für den zweiten Bentley hatte Graber mit Beibehaltung der Grundlinien ein Kabriolett geschaffen. Außerdem zeigte der Auto-Hersteller auf dem eigenen Stand neben diversen Modellen ein Kabriolett von Graber auf Chassis #B82SR. Bentley R-Type

Bentley R-Type

Von Anfang an war in den Werksunterlagen zu #B340SR in Crewe als Kundin für dieses Automobil eine Madame M.L. Quilhot-Montalva vermerkt. Es ist anzunehmen, dass Grabers Kreation im Auftrag der Käuferin entstanden ist. Die durfte sich über ein mit exquisiter Linienführung ausgeführtes Coupé freuen, bei dem die Dachgestaltung mit einem bis in die hinteren Seitenpfosten geschwungenen Heckfenster besonders gute Rundumsicht gewährleistete. Die Heckscheibe war dreiteilig ausgeführt mit verchromten Leisten als Stegen. Denn der damalige Stand der Technik erlaubte noch keine Fertigung von in einem Stück produzierten Scheiben mit so engkurvigen Wölbungen. Das Automobil wies vier Sitzplätze auf, die auch Fahrgästen auf den Rücksitzen kommode Unterbringung boten; es handelte sich nicht um 'Notsitze' hinten. Der Kofferraum bot ein angemessenes Volumen – im Gegensatz zum engen Limit, wie es die Fließheck-gestaltung des zeitgleich von H.J. Mulliner Bentley angebotenen Bentley R Continental setzte. 

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 Bentley R-Type

Mit seinem Design war Hermann Graber die Ganzstahl-Karosserie als eine zeitlos elegante Schöpfung gelungen. Dennoch blieb dem Auto über folgende Jahrzehnte das Schicksal nicht erspart, wegen Vernachlässigung so erhebliche Schäden zu erfahren, dass es letztlich einen Zeitraum von beinahe 20 Jahren teilzerlegt im ‚Dornröschen-Schlaf’ verdämmerte. Als sich schließlich ein Enthusiast fand, der die Instandsetzung anging, erwies sich die als eine Herkules-Aufgabe. Denn mit fortschreitender Arbeit ergab sich ständig neu, dass weitere Restaurierungsmaßnahmen erforderlich waren. Als erschwerende Umstände kam dazu, dass über die Zeit etliche vitale Komponenten ‚verloren gegangen’ waren. Nur dank enormer Beharrlichkeit und weit überdurchschnittlichem handwerklichen Können kamen die Arbeiten voran. Heute lässt sich nicht mehr nachhalten, wann das Auto ein Update erfahren hat, bei dem die originalen Rückleuchten-Einheiten gegen modernere Rücklichter, wie sie den 1955 vorgestellten Bentley S1 zierten, ausgetauscht worden sind mit entsprechender Anpassung der Heck-Kotflügel.

Bentley R-Type

Im Jahr 1995 waren die Arbeiten abgeschlossen und der Bentley R, #340SR, strahlte wieder in alter Pracht. Über die folgenden Jahre war er regelmäßiger Teilnehmer bei diversen Club-Veranstaltungen in der Schweiz. Der Wagen ist dann in das nördliche Nachbarland gewechselt und steht heute in der Obhut eines deutschen Sammlers.  

Bentley R-Type



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