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Auto des Monats - Oktober  2001
Rolls-Royce Phantom III, 1937, #3BU184
Aero Coupé von CARS


Dies Aero Coupé entstand bei CARS (Classic Auto Rebuilding Service, USA) nach einem Entwurf von Bob Lorkowski; er hatte sich orientiert an einer Zeichnung von J. Jortovic, die 1935 veröffentlicht worden war im US-Magazin „Road and Track“. Ursprünglich war dieses Phantom III Chassis ausgeliefert worden mit einer Karosserie von Rippon, von der indessen nichts mehr zu verwenden gewesen wäre. Vom originalen Exterieur wurde allein der Rolls-Royce Kühlergrill übernommen.

Die neuen Vorderkotflügel wurden aus jeweils sieben Einzelsektionen zusammengeschweißt, dabei durften die subtilen Wölbungen keinen Verzug erleiden. Das war nicht die einzige Herausforderung, denn jedes einzelne Teil des Blechkleides wurde ohne Vorlage nur nach Zeichnung geformt und ebenso war zu verfahren bei allen polierten Zierteilen. Weil Kühlergrill und Motorhauben-Scharniere aus poliertem Edelstahl gemacht waren, wurde das gleiche Material für die seitlichen Leisten, die Fenstereinfassungen, Türgriffe und anderes Zubehör gewählt. Den opulenten Innenraum füllt ein funktionell gestaltetes 4-sitziges Art Deco Gestühl; feinstes schottisches Leder über 100 % Gänsedaunen Sitzkissen gespannt wird ergänzt durch luftgetrocknetes schwarzes Walnussholz für Türabschlüsse und Fenstereinfassungen. Für das Armaturenbrett fiel die Wahl auf lebhaft gemustertes Walnuss-Wurzelholz.

Die Farbgebung erfolgte in einem so dunklen Violett, dass der Wagen schwarz wirkt, und nur Sonnenschein die wahre Farbe zeigt. „Night Violet“ war schon in der Ära des Art Deco eine gewagte Farbwahl, daran hat sich bis heute nichts geändert. Den letzten Schliff erhielt das Äußere, indem gezielt nach Original-Zubehör aus den 30ern gesucht wurde - und es musste aus der französischen Edelmanufaktur Marchal stammen: Scheinwerfer, Rückleuchten, Winker, sogar die Scheibenwischer und die darauf befestigten Wischerarme. Nur folgerichtig, dass auch die Kühlerfigur aus Frankreich kommt, es handelt sich um eine von Lalique in satiniertem Kristall ausgeführte „Chrysis“.

Die Lackierung und Arbeiten an den Kotflügeln vorn wie hinten (es betraf quasi das gesamte Heck!) mussten zweimal ausgeführt werden. Enormer Schaden war aufgetreten, denn beim Entladen des Ozeanfrachters, der den „Coupe de Foudre“ getauften Phantom III nach der Ausstellung bei der Essen Motor Show zurückbrachte, löste sich der 12-Meter-Container und schlug aus erheblicher Höhe auf den Kai. Allerdings hielt sich der erforderliche Reparaturaufwand in Grenzen verglichen mit mehr als 7.000 Stunden Arbeitsaufwand, die vorher in dies Projekt investiert worden waren; 5.000+ Stunden für den Aufbau und ca. 2.000 Stunden für die Instandsetzung von Chassis und Antriebskomponenten.

Daß die Arbeiten mit äußerster Präzision und Sorgfalt erledigt worden waren beweist eine Vielzahl von Auszeichnungen: Das Aero Coupé wurde vom Classic Car Club of America (CCCA) mit 100 Punkten, der selten erreichten Höchstpunktzahl, bewertet. Beim Pebble Beach Concours gewann es 1992 den 1. Preis in der Kategorie „New Coach Work“ und bei zahllosen weiteren Veranstaltungen, u.a. auch bei der Essen Motor Show, erhielt der Wagen höchstes Lob. Für den Fall, dass Sie erwägen, einen in Ihrer Obhut stehenden Wagen einer Kur zu unterziehen, die ihn auf den gleichen Standard bringt, könnte ein Kontakt mit meinem Freund Bob der richtige Schritt sein. Seine Anschrift lautet: Bob Lorkowski, N3265 Lorkowski Lane, Bruce, Wisconsin 54819, USA, Fax: +1 - 715 - 458 2107.


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