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Die "Autos des Monats"


Auto des Monats - Oktober 1999
Rolls-Royce 20 H.P., 1926, #GOK74,
Skiff von Roger Fry


Rolls-Royce 20 H.P., Skiff by Roger Fry

Als Rolls-Royce im Jahr 1922 den Rolls-Royce 20 H.P. vorstellte, reagierte der Autoproduzent auf die nach dem I. Weltkrieg veränderte Marktsituation. Der mächtige Rolls-Royce Silver Ghost hielt souverän den Rang als “das beste Auto der Welt” und er wurde auch weitergebaut. Aber die Nachfrage nach kleineren Automobilen, durchaus auch für auf selbstfahrende Besitzer und nicht unbedingt für den Betrieb mit Chauffeur bestimmt, war deutlich gestiegen. Den Twenty mit den charakteristischen waagerecht angeordneten Kühlerlamellen trieb ein Motor mit “nur” drei Litern Hubraum an. Er zeigte sich generell in den Abmessungen moderater als sein großer Bruder - und er war preislich deutlich niedriger angesetzt.


Der Qualitätsstandard war der maßgebliche Bereich, in dem sich die beiden Modelle nicht unterschieden. Aus penibler Sorgfalt bei der Konstruktion, ständiger Kontrolle der Werkstoffe und konsequentem Beharren auf der Firmenphilosophie, keine Änderung vorzunehmen, bevor die sich in langen Testreihen als das Beste erwiesen habe, resultierte, dass der “kleine” Rolls-Royce 20 H.P. schnell hohe Wertschätzung errang. F. Henry Royce als Chefingenieur der Firma hatte mit Nachdruck den Anspruch vertreten, die Zuverlässigkeit müsse an erster Stelle stehen.

Rolls-Royce 20 H.P., Skiff by Roger Fry


Rolls-Royce 20 H.P., Skiff by Roger Fry

Ein Beweis, dass dieser Anspruch umgesetzt wurde, ist der hier vorgestellte Twenty. Er präsentiert sich mehr als 70 Jahre nach seiner Auslieferung noch immer in Bestform. Der originale Tourer-Aufbau hatte zwar bereits in den 30ern einer anderen Karosserie weichen müssen und die ihrerseits wurde dann durch den Skiff-Aufbau, gefertigt in Australien, ersetzt - aber Chassis und Antriebskomponenten zeigen keine Altersmüdigkeit. Die Fotoaufnahmen entstanden anläßlich einer Tour, die den 20 H.P. über Europas Straßen führte. Mittlerweile ist er wieder in seine Heimat, wo man auf manchen Straßenschildern Kängurus findet, zurückgekehrt.


Auf dem 5. Kontinent ist auch der Skiff-Aufbau maßgeschneidert worden. Eine leichte und sportliche Karosserie, teilweise in Holzbeplankung ausgeführt. Sie bietet 4 Personen Platz - Mitfahrern mit ganz kleinem Gepäck. Für das Verdeckgestänge sind Extrafächer über den Trittbrettern vorgesehen (und man braucht gehörig Übung, um es in weniger als einer halben Stunde unterzubringen!). Wenn die Seitenscheiben einsortiert im eigens angepaßten Holzkoffer in den Kofferraum eingeschoben sind, dann reicht der Restraum im Bootsheck gerade noch für eine Notausrüstung: Verbandkasten, Warndreieck, vier Silberbecher und eine Flasche Chivas Regal...

Im Fahrbetrieb zeigt sich der Twenty durchaus kommod, denn er überzeugt mit der Paarung von müheloser Bedienbarkeit und perfekter Zuverlässigkeit, die Merkmal aller Rolls-Royce Automobile in gepflegtem Zustand ist. Passagiere auf den Rücksitzen sind durch eine klappbare Abdeckung über dem Fußraum und auf dieser angebracht Windschutzscheiben vor Zugluft geschützt.

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