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Auto des Monats - September  2001
Rolls-Royce Silver Spur
Springfield Edition, 1996, #TCX58225


Rolls-Royce Silver Spur Springfield Edition

„Unter den feineren Dingen des Lebens finden sich die Schöpfungen von durchaus gewöhnlichen Menschen mit Vorstellungskraft, die gewissenhaft und beharrlich ihre Gott-gegebenen Talente verwenden zur Perfektion des Werkes, dem sich zu widmen sie beschlossen haben“ beginnt Arthur Soutters Einleitung zu seinem Buch The American Rolls-Royce. Darin beschreibt er die Periode in den 20er und 30er Jahren, als Rolls-Royce ein Zweigwerk in den USA besaß. Rolls-Royce Silver Ghost und Rolls-Royce Phantom I wurden am Produktionsort im US-Staat Massachusetts gebaut, in einem Ort namens Springfield. Der erste Wagen wurde dort lt. Werksunterlagen fertiggestellt im Januar 1921.

Buttoned Chesterfield-style upholsteryIm Jahr 1996 zelebrierte Rolls-Royce das 75-jährige Jubiläum der Fertigstellung des ersten komplett in USA gebauten Rolls-Royce mit der limitierten Sonderserie „Rolls-Royce Silver Spur Springfield Edition“. Wo auf dem Kofferraumdeckel sonst das Typenschild angebracht war, informierte bei diesen Automobilen eine gravierte Platte, es handele sich um ein Fahrzeug, das in der Tradition des Karosseriebaus von Mulliner Park Ward veredelt worden war. Mit sorgsam abgestimmten Zweifarb-Lackierungen und kleinerem Rückfenster unterschied sich das Modell äußerlich nur moderat vom Basismodell Rolls-Royce Silver Spur. Im Innenraum dagegen fiel die überaus aufwendige Knopfheftung der Sitzpolster vorn wie hinten ins Auge. Diese in den letzten 60 Jahren für die Bestuhlung eines Automobils eher unübliche Handwerkskunst nennt der amerikanische Sprachgebrauch „buttoned Chesterfield-style seating“.

Bei der Vollausstattung der Fahrzeuge der „Springfield Edition“ blieb nichts ausgelassen. Elektrische Verstellung mit Mehrfach-Memory-Funktion für die Vordersitze (beheizbar und mit Lendenstütze), Innen- wie Außenspiegel und Lenkradposition waren ergänzt um elektrische Verstellung der Einzelsitze hinten, Fußraumbeleuchtung hinten, Kosmetikspiegel in der C-Säule und eine Vielzahl weiterer Extras. Die Holzfurniere waren durch Intarsien aufgewertet, Picknicktische waren aus den Lehnen der Vordersitze abklappbar, Chromeinfassungen zierten die Instrumente im Armaturenbrett. Radio mit Kassettenteil und CD-Wechsler gehörte zum Standard ebenso wie eine selbsttätig regulierende Klimaanlage.

Armaturenbrett

MotorraumHinsichtlich der technischen Komponenten hatte Rolls-Royce die bewährten Einheiten unverändert gelassen. Unter der Motorhaube verwandelten sich leichtflüchtige Betriebsstoffe in einem V8-Motor mit 6,75 Litern Hubraum in die Kraft, die den schweren Wagen (langer Radstand!) mühelos beschleunigte. Machten es die Betriebsbedingungen erforderlich, konnte Geschwindigkeit über perfekt dosierte Bremsleistung sicher abgebaut werden. Dabei assistierten Anti-Blockier System ebenso wie elektronische Fahrwerkskontrolle.

Vollauf entsprachen die Rolls-Royce Silver Spur Springfield Edition dem Anspruch, wie ihn Arthur Soutter in seinem Buch The American Rolls-Royce im ersten Satz charakterisiert hatte. Als Kritikpunkt wäre allenfalls anzumerken, dass diese außergewöhnlichen Automobile ausschließlich für die USA konzipiert waren. Eventuell findet einer der Wagen aus der limitierten Serie in Kürze den Weg in die Garage eines Liebhabers in einem anderen Teil unserer Welt? 

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Rolls-Royce Silver Spur Springfield Edition


 

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