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Mehr über Rolls-Royce in diesen Büchern:

Bobbit: Rolls-Royce Silver Shadow,  Camargue & Corniche

 

Auto des Monats - September 2004
Rolls-Royce Camargue, 1975, #JRH19671
Coupé von Mulliner Park Ward nach Design Pininfarina


Rolls-Royce camargue

Die Firma Rolls-Royce kam 1971 unter Zwangsverwaltung, weil sich im Bereich Flugmotorenbau Probleme türmten, die für eine eklatante finanzielle Schieflage sorgten. Wenngleich der Automobilbau als profitables Segment separat weiterbetrieben wurde, war eine unmittelbare Auswirkung dieser Entwicklung, dass die Markteinführung eines neuen Modells verzögert wurde, denn die erst 1975 erfolgende Vorstellung des Rolls-Royce Camargue hätte planmäßig zu einem deutlich früheren Zeitpunkt erfolgen sollen.

Für das Styling verantwortlich zeichnete der italienische Designer Pininfarina; der Camargue war das erste Serien-Modell in der Nachkriegsperiode, dessen Formgebung einem externen Designer anvertraut wurde. Pininfarina fand zu einer Formensprache, die das große Auto (länger und breiter als der seit 1971 im Programm geführte Rolls-Royce Corniche) sehr ausgewogen darstellte. Die Front dominiert von Doppelscheinwerfern und einem dem klassischen Kühlergrill in sehr breiter Version, dazu geringfügig in Fahrtrichtung geneigt. Die sehr breiten Türen boten bequemen Zugang auch zu den Sitzen hinten; Passagiere dort fanden, daß für sie kommod positioniert ein zweiter Türöffner eingesetzt war.

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Den Fahrer verwöhnte ein Armaturenbrett mit Stylingmerkmalen, das Instrumenten aus dem Flugzeugbau entlehnt war. Erwähnenswert als Besonderheit beim Rolls-Royce Camargue: Statt einer Anzeige für Kühlwassertemperatur gab es lediglich eine Warnleuchte. Der Hersteller gab subtile Hinweise – von der Preisgestaltung bis zur Ausstattung – daß der Camargue als Auto für den selbstfahrenden Eigner an der Spitze der Modellhierarchie angesetzt war. Die Position hatte bis dato der für Chauffeurbetrieb vorgesehene Rolls-Royce Phantom VI innegehabt.

Für den einen wie den anderen zeigte sich indessen, daß die – vor allem durch den ‚Ölschock’ zu Anfang der 70er Jahre – veränderten wirtschaftlichen Gegebenheiten bei den Kunden zur Orientierung an neuen Parametern geführt hatten. Mit einer Stückzahl von knapp mehr als 500 Exemplaren über einen Produktionszeitraum von 10 Jahren blieb der Rolls-Royce Camargue ein überaus exklusives Automobil. Im Rückblick über zwei oder gar drei Dekaden resultiert daraus der enorme Vorteil, daß diejenigen, die sich das Teuerste leisteten, was Rolls-Royce zu bieten hatte, auch bei Pflege und Wartung mit keinen Aufwand scheuten, um gerade dieses Automobil in perfektem Zustand zu erhalten. Folglich zeigen sich die gelegentlich angebotenen Rolls-Royce Camargue heute nahezu durchweg in einem Zustand, der einem Klassenunterschied zu den ‚mainstream models’ gleichkommt.

Dieser Rolls-Royce Camargue wird derzeit zum Verkauf angeboten zu einem Preis  von 39.800 EURO; Nachfragen bitte richten per E-Mail an cmt-gmbh@gmx.de oder per Fax an +49 - 231- 416612.



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