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Mehr zu Bentley in diesen Büchern:

Bentley - The Book

Inside the Rolls-Royce Styling Department 

 

Auto des Monats - September 2015
Bentley S2 Continental, 1962, #BC80BY
4-Door Saloon von James Young

Bentley S2 Continental

Der Bentley S2 Continental war eine auf dem S1 basierende Weiterentwicklung, unverändert diente als tragendes Element der mit einer massiven Kreuztraverse verstärkte Leiterrahmen mit einem Radstand von 3.124 mm. Aber beim neuen Modell erfolgte der Antrieb durch einen Leichtmetall-V8-Motor mit 6.250ccm Hubraum, der 1959 als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Reihen-Sechszylinder mit 4.887ccm des Vorgängers eingeführt worden war. Trotz kraftzehrender Extras wie Automatik-Getriebe, Servo-Lenkung und relativ häufig sogar Klima-Anlagen stand mehr als ausreichend Power zur Verfügung, um mühelos beeindruckende Werte hinsichtlich Beschleunigung und Top-Speed zu gewährleisten. Somit bot sich ein schneller Tourenwagen, der zudem mit eleganten Karosserien beeindruckte.

Bentley S2 Continental

Es spricht vieles für das Argument, der S2 sei die beste Wahl unter den Continental aus der S-Serie, weil er seine Kraft anstrengungsfreier als der S1 entfaltete und nicht vom deutlichen Gewichtszuwachs des S3 beeinträchtigt war. Die Periode individuellen Karosseriebaus neigte sich unwiderruflich ihrem Ende zu – tatsächlich hatten die meisten Karosseriebau-Betriebe schon die Flagge gestrichen. Von verschwindend wenigen Einzelfällen von durch Designer auf dem Kontinent geschaffenen Aufbauten abgesehen, konkurrierten nurmehr H.J. Mulliner (nach dem 1960 erfolgten Zusammenschluß mit Park Ward als H.J. Mulliner, Park Ward firmierend) und James Young um Aufträge für Karosserien für den S2 Continental. Lediglich James Young konnte als „unabhängiger Karossier“ bezeichnet werden, denn 1959 war H.J. Mulliner unter die Fittiche von Rolls-Royce geschlüpft. Ohne es nach außen deutlich zu machen, genoß H.J. Mulliner bzw. später H.J. Mulliner, Park Ward als "hauseigener Karossier" den Vorzug, beim Verkaufsstab von Rolls-Royce die 1. Wahl zu sein, wenn potentielle Käufer hinsichtlich Wahl der Karosserie beraten wurden.

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Bentley S2 Continental

Unter solchen Umständen war es eine bemerkenswerte Leistung, dass James Young immerhin etwa 40 Aufträge für Aufbauten auf Chassis Bentley S2 Continental einsammeln konnte. Dafür war unter anderem das hervorragende Talent des Designers A.F. McNeill ausschlaggebend, der fabelhaft elegante Entwürfe zeichnete und ein Schlüsselfaktor lag auch im cleveren Marketing von Jack Barclay. Denn Jack Barclay war der umsatzstärkste Vertragshändler von Rolls-Royce in der britischen Hauptstadt und hatte James Young aufgekauft. Nur ein Beispiel für verkaufsfördernde Maßnahmen: Die Zeitschrift "The Autocar" begann ihren Bericht zum Road Test Nr. 1802 vom 30. Dezember 1960 mit der Auskunft: "Nur überaus selten wurde ein Auto aus dem Besitz Dritter von The Autocar, wenn angeboten, für einen umfassenden Road Test akzeptiert, aber weil Bentley Continentals nur auf Bestellung in kleiner Zahl entstehen, und es eine lange Warteliste gibt, ist in diesem Fall eine Ausnahme erfolgt. Das Auto steht im Eigentum von Jack Barclay…"

Bei der getesteten Version handelte es sich um eine 4-türige Limousine von James Young; im äußeren Erscheinungsbild identisch mit dem hier gezeigten #BC80BY. Und für das vorgestellte Auto gilt ebenso wie für das damals getestete die abschließende Beurteilung aus dem Test von The Autocar: "Ohne Zweifel erfüllt der Continental Bentley alle traditionell mit diesem Namen verbundenen Erwartungen…" 

Bentley S2 Continental



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