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Auto des Monats - September 2017
Rolls-Royce Silver Ghost, 1912, #1900E
Limousine von Mayfair


Rolls-Royce Silver Ghost

Als Ergebnis eingehender Recherche, wer der "erste deutsche Kunde, der jemals einen Rolls-Royce erworben hat" gewesen ist, könnte mit Fug und Recht der englische Maler Sir Hubert von Herkomer genannt werden. Denn dessen familiäre Wurzeln lagen in Bayern, wo er 1899 in den Adelsstand erhoben worden war. Auch im Vereinigten Königreich widerfuhr ihm diese Ehrung mit der Erhebung in den erblichen Adelsstand, deshalb Sir Hubert von Herkomer.

Hubert von Herkomer zählte zu den ganz frühen Eigentümern eines Rolls-Royce. Denn er orderte den Rolls-Royce Silver Ghost, #1900E, mit Limousinen-Aufbau von Maythorn. Die Auslieferung von #1900E (nicht zu verwechseln mit #1900, versehen mit einem Landaulet-Aufbau von Pickford, Troun & Co.) erfolgte am  9. Februar 1912. Es gibt KEIN früheres Lieferdatum mit Bezug auf jemanden, den man einer Kategorie "deutscher Käufer" zuordnen könnte. Das Automobil zu nutzen blieb Sir Hubert auch lediglich über einen kurzen Zeitraum vergönnt. Er wusste bereits, dass eine Krebs-Erkrankung diagnostiziert war; die nahm einen rapiden Verlauf und führte nach wenigen Monaten zu seinem Ableben.

Allgemein galt, dass keine Abbildung des für Sir Hubert von Herkomer gebauten Rolls-Royce Silver Ghost bekannt wäre. Eine Garantie, dass die nachstehende Abbildung tatsächlich an #1900E orientiert ist, gibt es nicht – aber deutliche Indizien. Als im Jahr 1913 in der deutschen Zeitung „Motor“ eine Anzeige erschien zu elektrischer Beleuchtung von ERRTEE BROLT, war die illustriert mit einem Rolls-Royce Silver Ghost, der als Offenfahrer-Limousine karossiert war (in einer Form, die anderen Maythorn-Aufbauten vergleichbar ist). Durchaus ungewöhnlich, in einer Zeitung des Kaiserreichs einen Rolls-Royce zu zeigen, weil die Automobile aus dem Vereinigten Königreich zu jener Zeit in Deutschland noch keinen nennenswerten Bekanntheitsgrad hatten. Aber da lässt sich womöglich auf verwandschaftliche Bindungen schließen? Denn bei Rolls-Royce ist in den Werksunterlagen dokumentiert, dass der Silver Ghost „via Talbot & Davison“ an Sir Hubert von Herkomer gegangen ist. – Und die Anzeige wurde vom namensgleichen Romain Talbot (dessen Initialen R.T. sicherlich die Basis für die Angabe ERRTEE waren) geschaltet und war in einer Mappe mit dem Etikett „Herkomer Automobile“ verwahrt. Mithin erlauben überzeugende Indizien die Spekulation, dass in der Anzeige der Silver Ghost mit  Chassis-Nummer #1900E gezeigt wird:

Silver Ghost

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Sir Hubert von Herkomer gilt als "eine Größe" unter den Automobilisten der Jahrhundertwende. Im Jahr 1904 hatte Herkomer dem Bayerischen Automobil-Club einen kostbaren, von ihm selbst entworfenen Silberpreis gestiftet. Dieser ‚Herkomerpreis’ wurde auf großen Tourenfahrten ausgefahren. Bei der Vorbesprechung im Jahr 1904 herrschte solch eine vergnügliche Stimmung, dass Herkomer aus einer Laune heraus die Federzeichnung eines ob der "ermordeten Gans" einem Automobil hinterher zeternden Bauern schuf:

Herkomer: Malefiz


 

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