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Auto des Monats - September 2019
Bentley 4 1/4 Liter, 1939, #B121MX
Coupé von H.J. Mulliner

Bentley 4 1/4 Liter

Im Juli 1937 kam an Stuart C. Goodwin, Sheffield, England, ein Bentley 4 Ľ Liter, #B121MX, zur Auslieferung. Er war ausgestattet mit einer bei H.J. Mulliner gefertigten Karosserie in Form eines "Fixed Head Coupé". Die Design-Nr. war 6297; die Aufbau-Nummer lautete 4693.

Hervorzuheben ist die Tatsache, dass #B121MX eine Fahrgestell-Nummer aus der in Sammlerkreisen besonders geschätzten MR/MX-Series aufweist. Die mit den nachgestellten Buchstaben ‚MR’ bzw. ‚MX’ in der Fahrgestell-Nummer gelisteten Bentley 4 ¼ Liter nehmen unter den insgesamt mit einer Produktionsquote von 1.241 Exemplaren angegebenen Fahrzeugen dieses Typs einen besonderen Rang ein. Die Werksunterlagen weisen mit ausschließlich geraden Zahlen #B2MR bis #B200MR mit 100 Exemplaren und mit ausschließlich ungeraden Zahlen #B1MX bis #B205MEX mit 101 Exemplaren aus. Dabei ist zu beachten, dass in einer bei dem englischen Autoproduzenten zur Tradition gewordenen Vermeidung der "Unglückszahl 13" weder die Chassis-Nummern #B13MX noch #B113MX vergeben worden sind. In der MX Series ist als weitere Anomalie als letztes Auto eines aufgeführt, das eine ‚EX’-Kennzeichnung trug. Die verwies Eingeweihte auf den Begriff Experimental-Car; tatsächlich handelte es sich um einen "auf Produktions-Standard umgerüsteten" ehemaligen Testwagen, der ursprünglich mit der Chassis-Nr. #6-B-IV als Prototypen von der Testabteilung verwendet worden war. Die zuvor erwähnte Besonderheit bei Fahrzeugen der MR/MX Series bestand darin, dass sie als so genanntes Overdrive-Modell signifikante Unterschiede zur Basisauslegung des Modells Bentley 4 ¼ Liter aufwiesen.

Bentley 4 1/4 Liter

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Die beschränkten sich keineswegs allein auf die Übersetzung des manuell mittels rechts vom Fahrersitz montierten Hebels zu schaltenden Getriebes. Im Segment leistungsstark motorisierter Automobile hatte sich im Betrieb auf den neuen "Autostradas" und "Autobahnen" des Kontinents eine Schwachstelle erwiesen. Weil die Motoren nicht auf Dauerbelastung im hohen Drehzahlbereich ausgelegt waren, hatten sich Motorschäden gezeigt - und gerade für Bentley (aber vergleichbar auch für eine Vielzahl anderer Autohersteller) bedeutete Mängel-Meldungen eine Beeinträchtigung der Reputation. Deutliche Änderungen der Übersetzungsverhältnisse bei Getriebe wie Hinterachse bewirkten eine Minderung des Drehzahlniveaus um ca. 9 %; damit befand man sich im sicheren Bereich. Die Umstellung auf Reifen der Dimension 6.50x17 (statt vorher 5.50x18) war eine unterstützende Maßnahme.

Bentley 4,25 Liter

Weitere Up-Dates separierten die Bentley 4 ¼ Liter der MR/MX Series von der Basisausführung. Es war auf eine komplett neue Lenkung umgestellt worden – erstmals bei Bentley kam keine im eigenen Werk gebaute Einheit zum Einbau, sondern eine von einem spezialisierten Zulieferer. Außerdem gab es im Kühlergrill keine über Thermostat gesteuerten Lamellen mehr; die waren vielmehr starr fixiert. Den Wärmehaushalt des Kühlmittels regulierte ein zwischen Kühler und Zylinderkopf montiertes Thermostat; zur Sicherheit verbunden mit einem Bypass. Die schon seit längerem optional angebotene Zentralschmierung, die mittels Pedal betätigt von einem an der Spritzwand montierten Reservoir über Leitungen bei allen Schmierstellen des Chassis (mit Ausnahme der Kardanwellen-Gelenke, die weiterhin über Schmiernippel versorgt werden mussten) die Ölversorgung gewährleistete, war bei den Overdrive-Modellen Standard ab Werk.

Angesichts der Stückzahl von nur 201 Exemplaren der MR/MX-Serie wären die beträchtlichen Investitionen ökonomisch eigentlich nicht vertretbar gewesen – aber sie waren überlebenswichtig für das positive Image der Marke.

Bentley 4 1/4 Liter



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